48 Stunden Istanbul: Das perfekte Wochenend-Itinerar
Istanbul funktioniert für 48 Stunden so gut wie kaum eine andere Stadt der Welt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander, der öffentliche Nahverkehr ist ausgezeichnet, und die Kombination aus Geschichte, Essen und Atmosphäre ist einzigartig in Europa. Du liegst nicht zwischen zwei Kontinenten. Du stehst gleichzeitig auf beiden.
Dieses Itinerar ist für Wochenendreisende konzipiert, also für alle, die Freitagnacht oder Samstagfrüh ankommen und Sonntagabend oder Montagfrüh fliegen. Es zeigt dir, was du nicht verpassen darfst und was sich ehrlich gesagt nicht lohnt.
Was musst du an Tag 1 im historischen Istanbul gesehen haben?
Tag 1 gehört Sultanahmet. Das ist das Herz des historischen Istanbul und eines der dichtesten Sehenswürdigkeitsviertel der Welt.
Hagia Sophia: Plane mindestens 90 Minuten ein. Das Gebäude ist seit 2020 wieder Moschee, bleibt aber für Touristen geöffnet. Gebetszeiten solltest du meiden, weil der Zugang dann eingeschränkt ist. Eintritt ist kostenlos, du brauchst aber angemessene Kleidung (Schultern und Knie bedeckt, Kopftuch für Frauen). Die Hagia Sophia ist seit 537 nach Christus ein Wahrzeichen. Laut der istanbul.com Tourismus-Seite ist sie das meistbesuchte Einzeldenkmal der Türkei.
Topkapi-Palast: Direkt nebenan. Der Palast des Osmanischen Reichs mit vier Höfen und dem Harem ist riesig. Plane zwei bis drei Stunden. Eintritt: rund 25 Euro, Harem separat rund 15 Euro zusätzlich. Lohnt sich, besonders das Schatzkammergebäude.
Blaue Moschee (Sultan-Ahmed-Moschee): Kostenlos zugänglich, aber oft voller Touristen. Außen beeindruckender als innen, trotzdem ein Pflichtbild.
Großer Basar (Kapali Carsi): 61 überdachte Straßen, rund 4.000 Läden. Du wirst nicht alles kaufen. Geh rein, lass dich treiben, kauf einen Tee, und wander raus, wenn es dir zu viel wird. Am Nachmittag am vollsten.
Zum Abend: Bosporus-Fähre von Eminönü zum asiatischen Ufer und zurück. Kosten: wenige Lira, Sonnenuntergang über dem Bosporus inklusive. Das ist der einprägsamste Moment des Tages.
Wie siehst du das moderne Istanbul an Tag 2?
Tag 2 beginnt in Galata und Beyoğlu, dem Bereich nördlich der Goldenen Horn.
Galata-Turm: 14. Jahrhundert, 67 Meter hoch, Aussicht über die ganze Stadt. Eintritt rund 15 Euro, Warteschlangen früh morgens am kürzesten. Lohnt sich für 30 Minuten.
Istiklal-Straße: Die Hauptshoppingmeile von Beyoğlu, drei Kilometer lang, immer belebt. Das historische Straßenbahn-Tram fährt durch die Mitte. Gut für Cafés, Buchhandlungen und den ersten türkischen Kaffee des Tages.
Karaköy und Balık Ekmek: Der Fischbrötchenstand am Hafen von Eminönü (auf dem Weg zurück oder als Mittag). Frisch gegrillter Fisch im Brot, rund 3 Euro. Eines der besten Straßenessen der Stadt.
Nachmittag Kadıköy: Mit der Fähre auf die asiatische Seite (10 Minuten, billig). Kadıköy ist das hipste Viertel Istanbuls: Straßenmärkte, unabhängige Cafés, keine Touristen. Der Balık Pazarı (Fischmarkt) und die umliegenden Gassen sind ideal zum Schlendern. Für Unterkunfts-Tipps in Istanbul gibt es unseren Artikel Wo übernachten in Istanbul.
Was kostet Istanbul wirklich?
Istanbul ist für eine Großstadt dieser Bedeutung überraschend günstig. Eine Fährt mit der Metro oder Fähre kostet unter einem Euro mit der Istanbulkarte. Ein Midrange-Restaurant im Stadtzentrum kostet pro Person ohne Alkohol rund 15 bis 25 Euro. Ein Bier im Restaurant kostet 8 bis 12 Euro (Alkohol ist in der Türkei hoch besteuert). Ein einfaches türkisches Frühstück mit Tee, Käse, Oliven und Eiern kostet 5 bis 8 Euro.
Budget-Richtwert für 48 Stunden inklusive Unterkunft in einem guten Mittelklasse-Hotel: 200 bis 350 Euro pro Person. Wer in einem Boutique-Hotel in Sultanahmet übernachtet, zahlt mehr, hat dafür aber die Hagia Sophia direkt vor der Tür. Vergleiche Boutique-Hotels in Istanbul in unserem Artikel über Boutique Hotels.
Welche praktischen Tipps brauchst du für Istanbul?
Transport: Die Istanbulkarte ist Pflicht. Sie gilt für Metro, Tram, Bus und Fähren. An Kiosken an allen U-Bahn-Stationen erhältlich.
Visa: Deutsche, Österreicher und Schweizer brauchen für die Türkei ein E-Visum, erhältlich online über evisa.gov.tr. Kosten rund 50 bis 60 Euro. Beantrage es vor der Reise, nicht am Flughafen.
Währung: Türkische Lira. Wechsel am besten bei lizenzierten Wechselstuben, nicht am Flughafen. Kreditkarten werden in den meisten Restaurants und Shops akzeptiert.
Sicherheit: Istanbul ist eine sichere Stadt für Touristen. Wie überall gilt: Taschendiebstahl in überfüllten Bereichen vermeiden, offiziell lizenzierte Taxis oder Uber nutzen.
Plane deinen Istanbul-Trip, notiere die Öffnungszeiten und pack die Budgets zusammen. Speichere deine Auswahl im Zercy Logbook damit du beim Buchen alles zur Hand hast.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit brauche ich für die Hagia Sophia?
Plan mindestens 60 bis 90 Minuten ein. Das Gebäude ist riesig und die Details sind überwältigend. Wenn du ohne Warteschlange hineinkommst, früh morgens bei Öffnung, hast du es fast für dich allein. Freitags sind die Einschränkungen durch das Gebet am größten.
Was kostet das E-Visum für die Türkei?
Das E-Visum für die Türkei kostet für Deutsche, Österreicher und Schweizer derzeit rund 50 bis 60 US-Dollar. Es ist online unter evisa.gov.tr beantragbar und in wenigen Minuten ausgestellt. Gültig für 90 Tage Aufenthalt innerhalb von 180 Tagen. Beantrage es vor Reiseantritt, nicht spontan am Flughafen.
Wie komme ich vom Flughafen Istanbul in die Stadt?
Vom Hauptflughafen (IST) gibt es den Havaist-Bus in die Innenstadt für rund 3 bis 5 Euro, Fahrtzeit rund 40 bis 90 Minuten je nach Verkehr. Die Metro-Verlängerung zum Flughafen ist fertig und kostet noch weniger. Vom Flughafen Sabiha Gokcen (asiatische Seite) gibt es ebenfalls Shuttlebusse, Fahrtzeit ist länger.
Welches Viertel eignet sich am besten als Basis für einen Kurztrip?
Sultanahmet für historische Nähe und kurze Wege zu den Hauptattraktionen. Beyoğlu für Restaurants und Nachtleben. Karaköy für hippes Flair und gute Lage zwischen Altstadt und modernem Viertel. Für ein Wochenende ist Sultanahmet fast immer die praktischste Wahl, auch wenn die Hotels etwas teurer sind.
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