Speichern
Reiseziele

Edinburgh vs. Glasgow: Welche schottische Stadt ist die richtige für dich?

15. Juni 2026 · 7 min Lesezeit

Edinburgh und Glasgow sind 70 Kilometer voneinander entfernt. Per Zug bist du in etwa 50 Minuten von einer Stadt in die andere. Trotzdem sind sie so verschieden, dass Schottland-Reisende sich oft fragen: Welche lohnt sich mehr? Die Antwort hängt komplett davon ab, was du suchst.

Edinburgh ist die Hauptstadt, mit einem Schloss auf einem Burgfelsen, einem Altstadtlabyrinth aus dem Mittelalter und dem berühmtesten Kunstfestival der Welt. Glasgow ist lebendiger, bunter und deutlich günstiger. Die Musikszene hier hat Bands wie Franz Ferdinand und Mogwai hervorgebracht. Beide Städte sind gut mit dem Zug erreichbar und lassen sich wunderbar kombinieren.

Was macht Edinburgh so besonders?

Edinburgh Castle thront über der Stadt. Der Felsen, auf dem es steht, war seit der Bronzezeit bewohnt. Die Burg selbst zeigt die schottischen Kronjuwelen und ist mit rund 2 Millionen Besuchern pro Jahr die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Schottlands. Eintritt: 19,50 Pfund für Erwachsene, Tickets online kaufen.

Von der Burg führt die Royal Mile bergab zum Holyrood Palace, dem schottischen Amtssitz der Königsfamilie. Rechts und links der Royal Mile erstreckt sich die Altstadt, ein UNESCO-Welterbe, mit Closes und Wynds, engen Gassen die sich manchmal durch mehrere Stockwerke schlängeln.

Edinburgh ist auch die Stadt von Arthur’s Seat, einem erloschenen Vulkan inmitten der Stadt. Die Wanderung auf den Gipfel dauert etwa 45 Minuten und bietet einen 360-Grad-Blick auf die Stadt und die Küste. Keine Eintrittsgebühr, perfekt für einen frühen Morgen.

Das Edinburgh Festival Fringe im August ist das größte Kunstfestival der Welt. Tausende von Aufführungen in zwei Wochen, viele davon kostenlos. Hotels sind im August ausgebucht und teuer. Außerhalb des Festivals ist Edinburgh ruhiger und erschwinglicher.

Weitere Touren durch Schottland und die schottischen Highlands findest du in unserem Artikel über Nachtzüge in Europa. Auch unsere Tipps zu Zugreisen in Europa sind hilfreich für die Anreise.

Was macht Glasgow so besonders?

Glasgow hat keinen Burgfelsen. Keine mittelalterliche Altstadt. Aber es hat etwas, das Edinburgh oft fehlt: eine echte, ungefilterte Energie. Die Stadt war im 19. Jahrhundert eine der größten Industriestädte der Welt. Diese Geschichte ist noch zu spüren, in den Sandsteingebäuden, den Docks am Fluss Clyde und den Arbeitervierteln, die sich zu kreativen Hotspots entwickelt haben.

Das Stadtteil East End mit dem Barras-Markt, dem Merchant City-Viertel mit seinen Galerien und dem West End rund um die Universität zeichnen ein vielschichtiges Bild. Besonders sehenswert: The Kelvingrove Art Gallery and Museum, kostenlos und mit einer der besten Kunstsammlungen Schottlands. Salvador Dalí, Charles Rennie Mackintosh, Rembrandt.

Glasgow hat eine der lebendigsten Musikszenen Großbritanniens. Clubs wie der Sub Club oder das Barrowland Ballroom haben Kultstatus. An einem Donnerstagabend mehr Konzerte als in vielen anderen Städten Europas an einem Wochenende.

Die Street-Art-Szene in Glasgow ist ebenfalls beeindruckend, besonders rund um den Stadtteil Finnieston und das Merchant City. Geheimtipps in Europa zeigt ähnliche Städte mit authentischer Atmosphäre.

Wie unterscheiden sich die Kosten?

Glasgow ist deutlich günstiger als Edinburgh. Ein gutes Hotelzimmer im West End oder City Centre kostet in Glasgow zwischen 70 und 100 Pfund pro Nacht. In Edinburgh in ähnlicher Lage sind es eher 100 bis 150 Pfund. Im August, während des Fringe Festivals, können Edinburgh-Preise auf das Doppelte oder Dreifache steigen.

Essen und Trinken ist in Glasgow ebenfalls günstiger. Ein Pub-Abendessen kostet typischerweise 10 bis 15 Pfund, ein gutes Restaurant 20 bis 30 Pfund für zwei Gänge. In Edinburgh sind die Tourismuspreise rund um die Royal Mile höher.

Museen sind in Glasgow größtenteils kostenlos: Kelvingrove, Burrell Collection, Hunterian. In Edinburgh verlangt die Burg Eintritt, viele andere Museen wie das National Museum of Scotland sind aber ebenfalls kostenlos.

Für die Planung deiner schottischen Reise hilft dir unser Artikel über Solo-Reisen für Frauen weiter, falls du alleine unterwegs bist.

Welche Stadt eignet sich für welche Art von Reise?

Edinburgh ist die bessere Wahl für Erstbesucher Schottlands, Familien und Kulturreisende, die Geschichte und Architektur suchen. Das Stadtbild ist spektakulärer. Die Sehenswürdigkeiten sind klassischer. Tagsausflüge in die Highlands oder nach Loch Ness sind von Edinburgh aus gut organisiert.

Glasgow ist die bessere Wahl für Musikfans, Kunstliebhaber, Budgetreisende und alle, die eine Stadt erleben wollen, die sich nicht für den Tourismus zurechtgemacht hat. Die lokale Bevölkerung gilt als ausgesprochen freundlich. Wer eine Woche Zeit hat, sollte beide Städte besuchen und mit dem Zug zwischen ihnen pendeln.


Speichere die Auswahl im Zercy Logbook, damit du beim Buchen alle Optionen zur Hand hast.

Mehr lesen:

Häufige Fragen

Was ist der größte Unterschied zwischen Edinburgh und Glasgow?

Edinburgh ist die historisch-schöne Hauptstadt mit Schloss, Altstadt und beeindruckendem Stadtbild. Glasgow ist lebendiger, günstiger und hat eine stärkere Musik- und Kunstszene. Edinburgh ist für viele Besucher das schöne Schottland, Glasgow das echte Schottland.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Edinburgh oder Glasgow?

Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis Oktober) sind ideal: weniger Besucher, milde Temperaturen, günstigere Preise. Edinburgh im August während des Fringe Festivals ist einmalig, aber teuer und voll. Winter ist kalt, aber stimmungsvoll und preiswert.

Wie weit sind Edinburgh und Glasgow voneinander entfernt?

Die Städte liegen rund 70 Kilometer auseinander. Der Zug zwischen Glasgow Queen Street und Edinburgh Waverley fährt direkt, dauert etwa 50 Minuten und kostet ab 5 bis 15 Pfund bei Frühbuchung. Busse sind noch günstiger, dauern aber länger.

Welche Stadt bietet bessere Tagesausflüge in die Highlands?

Edinburgh liegt etwas näher an den östlichen Highlands und Loch Ness. Von Glasgow aus sind die Trossachs, Loch Lomond und der Westen Schottlands einfacher zu erreichen. Für die klassischen Highland-Touren sind beide Städte gute Ausgangspunkte.

Zercy ausprobieren

Kein Formular, kein Konto. Einfach deine Reiseidee eintippen — Zercy denkt mit.

✈ Kostenlos loslegen
Diesen Artikel auf Pinterest speichern ← Zurück zum Blog