Irland Rundreise: Die beste Route durch die Grüne Insel
Irland ist kein Land, das du mal kurz abhakst. Es hat eine Qualität, die schwer zu beschreiben ist: dieses Grün, das nach jedem Regen noch intensiver leuchtet, die Küsten, die dir das Gefühl geben, am Ende der Welt zu stehen, und Pubs, in denen Fremde nach zehn Minuten so reden wie alte Bekannte. Eine Woche reicht für einen ersten Eindruck. Zwei Wochen, und du verstehst, warum so viele zurückkommen.
Dieser Guide zeigt dir die beste Route von Dublin bis zu den Klippen, durch Connemara und weiter zum Ring of Kerry. Plus alles, was du wirklich wissen musst: Linksverkehr, Visa-Fragen und warum du unbedingt einen Mietwagen brauchst.
Welche Highlights darfst du auf einer Irland Rundreise nicht verpassen?
Dublin ist der logische Startpunkt. Zwei Tage reichen, um das Wesentliche zu sehen. Das Trinity College mit der Long Room und dem Book of Kells (1.200 Jahre alt, unbedingt Tickets im Voraus buchen via trinitycollegedublin.ie) ist ein Muss. Temple Bar ist touristisch, aber abends trotzdem lebendig. Kombiniere das Viertel mit dem nahegelegenen Grafton Street zum Flanieren. Ein Guinness in der Guinness Storehouse? Mach es, einmal, für das Dachterrassen-Panorama.
Der Wild Atlantic Way ist Irlands Antwort auf epische Küstenstraßen. 2.500 Kilometer, von Donegal im Norden bis Cork im Süden. Für eine Rundreise in einer bis zwei Wochen nimmst du die bekanntesten Abschnitte: Galway als Basis, dann weiter in Richtung Connemara mit seinen Mooren und schwarzen Bergseen. Die Cliffs of Moher sind 214 Meter hoch und an klaren Tagen ein Erlebnis, das Bilder nicht annähernd erfassen. Geh früh morgens, bevor die Busse ankommen.
Der Ring of Kerry im Südwesten ist eine 179 Kilometer lange Rundstrecke durch Killarney National Park, entlang dramatischer Küstenabschnitte und durch kleine Dörfer. Fahre im Uhrzeigersinn, das empfehlen alle lokalen Guides (Busse fahren gegen den Uhrzeigersinn, also entgegengesetzt). Im Norden der Insel liegt der Giant’s Causeway in Nordirland: 40.000 sechseckige Basaltsäulen, UNESCO-Welterbe. Technisch brauchst du für Nordirland keinen anderen Pass, aber es ist ein anderes Land und kein Euro.
Warum brauchst du für Irland unbedingt einen Mietwagen?
Öffentlicher Transport deckt Dublin und die Hauptorte ab. Aber Connemara, den Ring of Kerry, die Klippen von Moher von einer anderen Seite, Naturschutzgebiete und die kleinen Buchten entlang der Küste: alles schwer oder gar nicht per Bus zu erreichen. Der Mietwagen ist hier keine Option, sondern Voraussetzung.
Linksverkehr ist die große Hürde für Kontinentaleuropäer. Drei Dinge helfen: Erstens, nimm dir Zeit beim Start. Zweitens, überleg bei jeder Abbiegung kurz. Drittens, auf Landstraßen wird es eng. Sehr eng. Irische Landstraßen sind schmal, manchmal so schmal, dass zwei Autos kaum aneinander vorbeikommen. Schritttempo und keine Panik. Mit zwei bis drei Tagen gewöhnst du dich daran.
Tanken vor langen Küstenabschnitten. Manche Strecken auf dem Wild Atlantic Way haben kilometerlang keine Tankstellen. Automatik empfehlenswert, wenn du Linksverkehr nicht gewohnt bist, weil du die Hand für andere Dinge brauchst.
Wann ist die beste Reisezeit für Irland?
Mai bis September ist die verlässlichste Periode. Regen hat Irland immer, das gehört dazu. Aber von Mai bis August sind die Temperaturen angenehm (15 bis 20 Grad), die Tage lang und die meisten Sehenswürdigkeiten geöffnet.
Juni und Juli sind Hochsaison. Cliffs of Moher und Ring of Kerry können voll sein. Hotels in Galway und Killarney solltest du früh buchen. Mai und September haben weniger Touristen bei ähnlichem Wetter. Oktober ist Herbst mit schönerem Licht, aber kürzer und nasser.
Winter auf dem Wild Atlantic Way ist imposant, aber viele kleinere Attraktionen schließen oder haben eingeschränkte Zeiten. Für Naturfotos und Einsamkeit lohnt es sich trotzdem.
Brauchen EU-Bürger ein Visum für Irland?
Irland ist EU-Mitglied, aber nicht im Schengen-Raum. Das bedeutet: EU-Bürger können mit Personalausweis oder Reisepass einreisen, kein Visum nötig. Aber Irland ist kein Teil des Schengen-Abkommens, es gibt also Grenzkontrollen am Flughafen. In der Praxis: EU-Bürger passieren die Schranken problemlos.
Wer Nordirland mitbesucht: Nordirland ist Teil des Vereinigten Königreichs. Grenzkontrollen gibt es zwischen Irland und Nordirland aktuell keine (offene Grenze nach Brexit-Abkommen), aber du verlässt rechtlich die EU. Reisepass ist sicherer als Personalausweis, auch wenn EU-Bürger offiziell mit Ausweis einreisen dürfen. Deutsche Staatsbürger sind mit dem deutschen Personalausweis problemlos in Nordirland.
Die offizielle irische Tourismuszentrale Tourism Ireland hat aktuelle Einreise-Infos und regionale Reiseführer.
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Häufige Fragen
Wie lange braucht man für eine Irland Rundreise?
7 bis 10 Tage sind ideal für Dublin, Wild Atlantic Way und Ring of Kerry. In 5 Tagen schaffst du Dublin plus einen der beiden Küstenabschnitte. Für eine vollständige Runde inklusive Nordirland plane 12 bis 14 Tage ein.
Was kostet eine Woche Irland ungefähr?
Irland ist kein günstiges Reiseziel. Rechne mit 80 bis 150 Euro pro Nacht für ein gutes Mittelklasse-Hotel, Mietwagen ab 40 Euro pro Tag, Essen 30 bis 50 Euro pro Person täglich. Eine Woche für zwei Personen kommt realistisch auf 1.500 bis 2.500 Euro plus Flug.
Wo übernachtet man auf der Irland Rundreise am besten?
Dublin als Start (2 Nächte), Galway als Westküsten-Basis (2 Nächte), Killarney für den Ring of Kerry (2 Nächte), Belfast oder Derry für den Giant’s Causeway (1 Nacht). B&Bs sind günstig und oft charmanter als Hotels.
Welche irischen Gerichte sollte man probieren?
Irish Stew (Lamm mit Kartoffeln) und Boxty (Kartoffelkuchen) in traditionellen Pubs. Full Irish Breakfast morgens. Seafood Chowder an der Westküste, besonders frisch in Galway. Und das Guinness schmeckt in Irland tatsächlich anders als anderswo.
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