Fernweh

Jordanien Reiseguide: Petra, Wadi Rum und mehr

14. Mai 2026 · 8 min Lesezeit

Jordanien ist kleiner als Deutschland. In dieser überschaubaren Fläche stecken eine der ikonischsten archäologischen Stätten der Welt, eine der unwirklichsten Wüstenlandschaften Asiens, das salzigste Gewässer auf Erden und ein Korallenriff, das kaum jemand auf der Landkarte verortet. Jordanien ist keine schwierige Reise. Es ist eine, die überdurchschnittlich viel zurückgibt.

Zwei Wochen reichen für das Wesentliche. Sieben bis zehn Tage für die Kernstationen. Hier kommt dein Überblick.

Was macht Petra so besonders?

Petra ist das Schatzhaus. Das ist das Bild. Aber Petra ist weit mehr als der Moment, wenn du durch den engen Siq-Schluchtpfad gehst und plötzlich das Al-Khazneh vor dir auftaucht. Die Nabatäerstadt hat über 800 Felsgräber, einen Kloster (das Monastery, Al-Deir) der etwas größer als das Schatzhaus ist, eine Hauptstraße mit Säulenhallen und ein Hochopfer-Plateau mit Panorama auf die gesamte Anlage.

Plane mindestens zwei Tage. Der erste zeigt das Schatzhaus und die Königsgräber. Der zweite führt die lange Wanderung zum Monastery (ca. 45 Minuten Aufstieg, 850 Felsstufen) und zurück.

Früh morgens (Öffnung um 6 Uhr) läufst du durch den Siq, bevor die ersten Reisegruppen ankommen. Um 8 Uhr wirst du nicht mehr allein sein. Das Petra by Night-Erlebnis (Montag, Mittwoch, Donnerstag) ist optional, hat seinen Charme, aber ist eher Stimmung als Inhalt.

Das Petra Development and Tourism Region Authority hat aktuelle Öffnungszeiten und Preise.

Was ist der Jordan Pass und lohnt er sich?

Ja. Der Jordan Pass kombiniert das Einreisevisum und Eintrittsgelder für über 40 Attraktionen inklusive Petra. Er kostet zwischen 70 und 90 USD je nach gewählter Version (1, 2 oder 3 Tage Petra). Das Visum allein kostet 40 JOD (rund 55 Euro). Für jeden, der Petra besucht und mindestens drei Nächte bleibt, rechnet sich der Pass.

Online kaufen vor der Einreise: visit-jordan.com/jordan-pass.

Wann ist die beste Reisezeit für Jordanien?

März bis Mai und September bis November. Mild, überschaubare Temperaturen (18 bis 28 Grad), kaum Regen. Für Petra und Wadi Rum ideal.

Sommer (Juni bis August): Wadi Rum erreicht über 40 Grad. Die Tage sind kurz und intensiv nutzbar, die Mittagshitze unmöglich für lange Wanderungen. Amman und Aqaba bleiben erträglicher.

Winter (Dezember bis Februar): Petra und Amman können kalt werden, vereinzelt sogar Schnee. Wadi Rum-Nächte unter dem Sternenhimmel im Winter verlangen einen guten Schlafsack. Für Wetterfeste eine eindrucksvolle Option.

Was sind die weiteren Highlights außerhalb von Petra?

Wadi Rum: Marslandschaft aus rotem Sand und Sandsteinfelsen. Lawrence von Arabien wurde hier gedreht (neben anderen Wüstenfilmen). Übernachtungen in Wüstenlager-Camps unter dem dunkelsten Sternenhimmel, den du möglicherweise je gesehen hast. Jeep-Touren und Kamelritte sind die gängigen Aktivitäten. Ein Minimum von einer Nacht ist Pflicht.

Totes Meer: Schweben ohne Schwimmen zu können, 430 Meter unter dem Meeresspiegel. Der Auftrieb ist so stark, dass man bequem eine Zeitung lesen kann. Resorts entlang des nordöstlichen Ufers bieten Direktzugang. Mineralschlick aus dem Meeresboden wird vom Ufer gesammelt und auf die Haut aufgetragen. Es ist ein echtes Erlebnis, kein reiner Touristengag.

Aqaba: Jordaniens einziger Meereszugang zum Roten Meer. Korallenriffe direkt vom Strand aus erreichbar. Besser und weniger überlaufen als das ägyptische Pendant Sharm el-Sheikh. Tauchanbieter am Strand buchen, keine Voranmeldung nötig.

Amman: Unterschätztes Reiseziel. Die Hauptstadt auf sieben Hügeln hat ein großartiges Archeological Museum, den Nachtmarkt in der Innenstadt und exzellentes Essen (Mansaf, Falafel, Hummus vom Markt).


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Häufige Fragen

Wie lange sollte man für Jordanien einplanen?

Sieben Tage sind das Minimum für die Kernstationen: Amman (1–2 Tage), Petra (2 Tage), Wadi Rum (1 Nacht), Totes Meer (1 Tag), Aqaba (1 Tag). Zehn bis vierzehn Tage erlauben Ausflüge zu Jerash (antike Römerstadt, eine Stunde von Amman) und Madaba (Mosaikstadt).

Welche Sprache spricht man in Jordanien?

Arabisch ist die offizielle Sprache. In touristischen Gebieten (Petra, Wadi Rum, Aqaba, Amman-Stadtmitte) wird Englisch gut gesprochen. In kleineren Ortschaften abseits der Hauptrouten weniger. Grundkenntnisse auf Arabisch (Marhaba = Hallo, Shukran = Danke) werden geschätzt.

Wie sicher ist Jordanien für Reisende?

Jordanien gilt als eines der sichersten Länder der Region. Es ist politisch stabil, hat aktive Sicherheitspräsenz an Touristenorten und hat seit Jahrzehnten eine positive Reputation als Reiseziel für westliche Reisende. Das Außenministerium oder das Auswärtige Amt veröffentlichen aktuelle Reisehinweise.

Was kostet eine Jordanien-Reise?

Mittleres Budget: 80 bis 130 Euro pro Tag vor Ort (Unterkunft, Essen, Eintrittsgelder, Transport). Flüge aus Europa (Istanbul-Amman): 150 bis 400 Euro je nach Buchungszeitpunkt. Günstigste Gesamtrechnung für 10 Tage inklusive Flug: ab rund 1.500 Euro.

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