Malta und Gozo: Der komplette Reiseguide für die Inselgruppe
Malta ist das kleinste EU-Land und vollgepackt mit Geschichte, die an jeder Ecke sichtbar ist. Barockkirchen, Ritterorden, Kreuzfahrerschlösser, prähistorische Tempel, die älter sind als Stonehenge. Dazu eine Küstenlinie mit kristallklarem Wasser und einer Hafenstadt, die wie eine Filmkulisse aussieht. Alles auf einer Fläche kleiner als Hamburg.
Der Vorteil von Malta: Du brauchst keine langen Transferzeiten. In drei Tagen siehst du das Wesentliche. In einer Woche kannst du entspannen und trotzdem alle Highlights mitnehmen. Dieser Guide zeigt dir, was wirklich zählt und wie du Gozo am besten in deinen Aufenthalt integrierst.
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Malta und Gozo?
Valletta ist die Hauptstadt und die kleinste EU-Hauptstadt überhaupt. UNESCO-Weltkulturerbe. Die barocke Architektur der St. John’s Co-Cathedral ist atemberaubend, besonders die vergoldeten Kapellen und Caravaggios Gemälde im Inneren. Die Upper Barrakka Gardens bieten den besten Blick auf den Grand Harbour. Tickets für die St. John’s Co-Cathedral im Voraus kaufen, das spart die Warteschlange.
Mdina ist die alte stille Stadt auf einem Hügel im Zentrum der Insel. Kaum Autos, Sandsteinmauern aus dem Mittelalter, Stille. Die Stadt hat nur wenige Hundert Einwohner. Wer Game of Thrones gesehen hat, erkennt die Kulisse sofort. Mdina ist am besten abends oder früh morgens, wenn die Tagestouristen noch schlafen.
Die Blaue Lagune auf der kleinen Insel Comino ist das meistfotografierte Bild Maltas. Türkisblaues, flaches Wasser, weiße Felsen. Nimm das Schnellboot von Cirkewwa (Nordmalta) oder von Mġarr Harbour auf Gozo. Komm früh, die Lagune ist mittags im Sommer voll. Kein übernachten auf Comino möglich, außer im einzigen kleinen Hotel.
Gozo ist ruhiger und grüner als Malta. Die Calypso-Höhle soll die Höhle sein, in der Odysseus festgehalten wurde. Die Tempel von Ggantija sind 5.500 Jahre alt und damit älter als die ägyptischen Pyramiden und Stonehenge. Die Malta Tourism Authority bietet detaillierte Informationen zu Öffnungszeiten und Tickets für alle Sehenswürdigkeiten.
Wie kommt man in Malta am besten herum?
Malta hat ein gut ausgebautes Busnetz. Die wichtigsten Orte wie Valletta, Mdina, Marsaxlokk (Fischerdorf, sonntags Markt) und die nördlichen Strände sind per Bus erreichbar. Die App Tallinja zeigt aktuelle Abfahrtszeiten. Taxifahrten sind erschwinglich.
Mietwagen möglich, aber in Valletta und Mdina kaum Parkplätze. Für Tagesausflüge nach Gozo: Fähre von Cirkewwa nach Mġarr, Fährverbindung läuft regelmäßig, Überfahrt dauert 25 Minuten. Autos können mit auf die Fähre, was einen eigenen Mietwagen sinnvoll macht, wenn du Gozo intensiver erkunden willst.
Wann ist die beste Reisezeit für Malta?
April bis Juni und September bis Oktober sind die besten Monate. Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad, das Meer ist warm genug zum Schwimmen, weniger Touristen als im Sommer.
Juli und August: 32 bis 38 Grad, sehr heiß. Strandwetter perfekt, aber Sightseeing in der Mittagshitze anstrengend. Hotels teurer und teilweise ausgebucht.
November bis März: milder Winter, 15 bis 18 Grad. Gut für Kulturreisen ohne Strandfokus. Valletta und Mdina fast ohne Touristen. Das Meer zu kalt zum Schwimmen.
Malta ist EU-Mitglied, Englisch ist offizielle Amtssprache (neben Maltesisch), kein Visum für EU-Bürger. Überraschend: Malta akzeptiert den Euro, aber viele Preise sind günstiger als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
Wie viele Tage braucht man für Malta und Gozo?
Drei Tage reichen für eine konzentrierte Malta-Runde: Tag 1 Valletta, Tag 2 Mdina und Zentralmalta, Tag 3 Blaue Lagune. Fünf Tage ermöglichen zusätzlich Gozo mit einem Übernachter. Eine Woche ist ideal, wenn du entspannen und mehrere Strände erkunden willst.
Kleine Unterkünfte in Gozo (B&Bs in alten Farmhäusern, sogenannte Farmhouses) sind besonders empfehlenswert. Das ist ein anderes Erlebnis als Standard-Hotels. Buche früh in der Hauptsaison, weil die Anzahl der Unterkünfte auf Gozo begrenzt ist.
Die Alte Zitadelle in Rabat (Gozo) ist gratis zugänglich und bietet Panoramablick über die ganze Insel. Das Malta War Museum in Valletta zeigt die Geschichte der Belagerung im Zweiten Weltkrieg, als Malta am stärksten bombardierten Ort der Erde war.
Interne Verlinkung: Wenn du Valletta mit weiteren Mittelmeer-Inseln kombinieren möchtest, lies auch unseren Guide zu den schönsten Stränden Europas und den Tipps zu Griechenland-Inseln.
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Häufige Fragen
Wie viele Tage sind genug für Malta?
3 Tage für die wichtigsten Highlights Maltas (Valletta, Mdina, Blaue Lagune). 5 bis 7 Tage wenn du Gozo dazunimmst und entspannen möchtest. Wer nur Kultur sucht, kommt mit 3 bis 4 Tagen gut aus.
Was kostet Malta im Vergleich zu anderen EU-Reisezielen?
Malta ist günstiger als Westeuropa, aber teurer als östliche EU-Länder. Mittelklasse-Hotels in Valletta kosten 80 bis 140 Euro, günstigere Unterkünfte in anderen Teilen der Insel ab 50 Euro. Essen in Restaurants: 15 bis 30 Euro pro Person. Insgesamt günstig für EU-Standard.
Welche Sprache spricht man in Malta?
Maltesisch und Englisch sind beide offizielle Amtssprachen. Als Tourist kommst du mit Englisch überall durch. Viele Malteser sprechen außerdem Italienisch.
Wann sollte man die Blaue Lagune besuchen?
Am besten früh morgens (vor 9 Uhr) oder am frühen Nachmittag nach 15 Uhr, wenn die Tagesboote abfahren. Juli und August sind am vollsten. April, Mai, September und Oktober haben angenehme Temperaturen und deutlich weniger Menschen.
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