Rumänien Reiseguide: Transsylvanien, Bukarest und die echte Dracula-Geschichte
Rumänien ist das Land, über das die meisten Menschen entweder zu viel Falsches wissen (Dracula) oder zu wenig Richtiges. Die Realität ist überraschend: mittelalterliche Städte wie Sibiu und Brasov, die kaum touristisch überlaufen sind. Ein günstigstes EU-Reiseland. Karpatenwälder, in denen es noch freilebende Braunbären gibt. Und ein Donaudelta, das Vogelfreunde und Naturliebhaber seit Jahren nach Rumänien zieht.
Dieser Guide zeigt die stärksten Reiseziele Rumäniens, eine realistische Route und warum das Land weit mehr ist als sein bekanntester Exporte, ein fiktiver Vampir.
Was muss man in Rumänien gesehen haben?
Transsylvanien ist der Kern jeder Rumänien-Reise. Brasov ist die schönste Stadt der Region: mittelalterliche Befestigungsanlage, schwarze Kirche (gotisch, beeindruckend), enge Gassen. Auf dem Bucegi-Gebirge hinter der Stadt kann man wandern. Sinaia ist 50 Kilometer entfernt und hat das Peles-Schloss, eines der schönsten Schlösser Osteuropas. Sibiu (Hermannstadt) ist kulturell vielleicht interessanter als Brasov: deutschstämmige Bevölkerung, historisches Stadtbild, europäische Kulturhauptstadt 2007.
Burg Bran, die als Dracula-Burg vermarktet wird: Bram Stoker hat Rumänien nie besucht und die Burg diente allenfalls als geografische Inspiration. Die Burg selbst ist trotzdem sehenswert, ein mittelalterliches Befestigungswerk auf einem Felsen, das Nosferatu-Feeling inklusive. Tourismus drum herum ist kitschig, aber das kann man ignorieren.
Bukarest polarisiert. Die Altstadt (Centrul Vechi) ist belebt und hat eine ausgezeichnete Bar- und Restaurantszene. Der Parlamentspalast (Casa Poporului) ist nach dem Pentagon das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt, erbaut von Ceaușescu. Die schiere Absurdität der Größe ist ein Erlebnis. Führungen täglich.
Das Donaudelta ist UNESCO-Welterbe und Heimat von 300 Vogelarten. Von Tulcea aus per Boot ins Delta. Das ist ein anderes Rumänien. Stille, Schilfrohrdächer, Fischer.
Warum ist Rumänien so günstig?
Rumänien ist EU-Mitglied, aber das Preisniveau ist noch weit vom westeuropäischen entfernt. Hotels in Mittelklasse in Bukarest oder Brasov kosten 40 bis 70 Euro. Restaurantessen 6 bis 12 Euro. Zugfahrten im Land sind fast kostenlos. Die Währung ist der Leu (RON), kein Euro. Für 1 Euro bekommst du aktuell rund 5 Leu.
Die Infrastruktur ist in den Touristenzentren gut. Auf dem Land kann es holprig werden, im wörtlichen Sinne. Straßen außerhalb der Autobahnen sind oft in schlechtem Zustand. Mietwagen sind empfehlenswert für Transsylvanien, aber fahre defensiv.
Wann ist die beste Reisezeit für Rumänien?
Mai bis September ist ideal. Der rumänische Sommer (25 bis 33 Grad) ist heiß, besonders in Bukarest. Juni und September sind angenehmer für Wanderungen in den Karpaten. Juli und August für die Schwarzmeerküste (Mamaia, das rumänische Ibiza, laut und belebt).
Oktober ist einer der schönsten Monate für Transsylvanien: Herbstlaub in den Karpaten, wenige Touristen, günstige Preise. Dezember in Sibiu hat einen der schönsten Weihnachtsmärkte des Landes.
Winter in den Karpaten (Poiana Brasov als Skizentrum) für Wintersport. Bukarest im Winter ist kalt (bis minus 15 Grad) aber preiswert.
Wie sicher ist Rumänien für Reisende?
Rumänien ist ein sicheres EU-Reiseziel. Kleinkriminalität in Bukarest wie in jeder größeren Stadt. In Transsylvanien und auf dem Land ist es sehr ruhig. Hunde auf dem Land können aggressiv sein beim Wandern. Gesundheitsversorgung auf EU-Standard in den Städten, auf dem Land eingeschränkt.
Reiseversicherung empfohlen wie überall. Die offizielle rumänische Tourismusbehörde hat regionale Informationen und Routenvorschläge. Für Reiseversicherungs-Tipps lies unseren separaten Guide.
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Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Rumänien?
7 bis 10 Tage für Bukarest plus Transsylvanien. 14 Tage wenn du Donaudelta oder Schwarzmeerküste dazunimmst. Ein Kurztrip nach Bukarest (3 Tage) lohnt sich auch solo.
Was kostet Rumänien im Vergleich zu anderen EU-Ländern?
Rumänien ist das preisgünstigste EU-Reiseland. Mittelklasse-Hotels ab 35 Euro, Restaurantessen ab 6 Euro, Zugfahrten im Land unter 10 Euro für mehrere Stunden. Eine Woche für zwei Personen kommt mit Flug auf 900 bis 1.400 Euro.
Wie kommt man am besten durch Transsylvanien?
Mietwagen ist die bequemste Option. Die Landschaft ist wunderschön für Roadtrips, aber Straßen außerhalb der Hauptstrecken sind oft schlecht. Der Transfăgărășan (Gebirgsstraße über 2.000 Meter) ist einer der spektakulärsten Pässe Europas, nur Juni bis Oktober geöffnet.
Welche rumänische Küche sollte man probieren?
Mici (kleine Fleischröllchen vom Grill), Mămăligă (Polenta), Ciorbă de burtă (Kutteln-Sauersuppe, tatsächlich gut), Sarmale (Krautwickel), Cozonac (süßes Osterbrot). Rumänischer Wein ist besser als sein Ruf.
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