Die schönsten Küstenstädte Italiens: Von Positano bis Cefalù
Italien hat die vielleicht schönste Küste der Welt. Nicht wegen eines einzigen Strandes, sondern wegen der Dichte an kleinen Orten, die alle einen anderen Charakter haben. Fischerdörfer, die zu Postkarten-Ikonen wurden. Klippen, an die sich pastellfarbene Häuser klammern. Buchten, die man eigentlich nur für sich allein haben will.
Dieser Artikel nimmt sechs der schönsten Küstenstädte Italiens unter die Lupe. Was macht sie besonders? Für wen lohnt sich der Trip? Und was kostet das Ganze?
Welche Küstenstädte Italiens sind wirklich einzigartig?
Positano, Amalfiküste. Der Inbegriff der italienischen Riviera. Häuser in Terrakotta, Rosa und Gelb, die sich über die Klippen ergießen. Enge Treppen statt Straßen. Ein kleiner Strand, an dem die Menschen dicht gedrängt sitzen und trotzdem glücklich sind. Positano ist nicht günstig: Ein Doppelzimmer im Hochsommer kostet in guten Hotels 300 bis 600 Euro. Aber wer im September kommt, zahlt die Hälfte bei fast identischem Wetter. Das Tourismusportal der Region Kampanien, incampania.com, bietet Übersichten zu Zugangsbeschränkungen und Events.
Cinque Terre, Ligurien. Fünf Dörfer, verbunden durch Wanderwege und Zug, in Felsen gemeißelt über dem Meer. Manarola gilt als das fotogenste, Vernazza als lebendigste. Beide sind überlaufen. Wer das vermeiden will: Monterosso al Mare ist größer, hat einen echten Strand und ist trotzdem wunderschön. Eintritt ins Nationalpark-Wandernetz: 7,50 Euro pro Tag. Das ist gut investiert. Mehr dazu gibt es im Artikel zur Besten Reisezeit Italien.
Portofino, Ligurien. Portofino ist klein, teuer und exklusiv. Der kleine Hafen mit seinen bunten Häusern ist eine der meistfotografierten Kulissen Europas. Das Publikum ist gemischt: Yachten neben Tagesgästen aus Genua. Für eine Nacht mit Hafen-Blick muss man mit 400 bis 800 Euro rechnen. Als Tagesausflug von Santa Margherita Ligure erreichbar, 4 Euro per Bus oder Boot. Eine ehrliche Einschätzung: Das Erlebnis ist außergewöhnlich, die Nacht unbedingt notwendig ist sie nicht.
Warum sind die süditalienischen Küstenorte oft unterschätzt?
Polignano a Mare, Apulien. Diese Stadt in Süditalien ist ein echter Geheimtipp geworden und doch immer noch wenig bekannt. Klippen aus weißem Kalkstein, Wasser in einem fast unnatürlichen Blau, ein Dorf, das buchstäblich über dem Meer thront. Polignano a Mare ist der Geburtsort von Domenico Modugno (“Volare”). Und eines der wenigen Orte an dieser Liste, wo man noch für unter 100 Euro übernachten kann. Restaurants direkt an der Klippe, Pasta ab 10 Euro. Für Apulien-Fans auch Apulien Süditalien Guide lesenswert.
Cefalù, Sizilien. Wer Sizilien nur für den Ätna kennt, verpasst Cefalù. Ein normannisches Fischerdorf mit einer der am besten erhaltenen romanischen Kathedralen Italiens (UNESCO-Weltkulturerbe), langen goldenen Sandstränden und einer Altstadt, die man in zwei Stunden zu Fuß durchquert. Im Juli gut besucht, im Mai und Oktober fast leer. Flights aus deutschen Städten nach Palermo ab 60 Euro, dann 45 Minuten Zug. Hotels ab 70 Euro. Das beste Verhältnis zwischen Schönheit und Kosten auf dieser Liste.
Sorrent, Kampanien. Sorrent ist der klassische Ausgangspunkt für die Amalfiküste, aber unterschätzt als eigenständiges Reiseziel. Die Stadt über den Klippen hat Charakter: Limonenhaine, Handwerksläden, ein lebendiges Zentrum. Der Blick auf den Vesuv und den Golf von Neapel ist außergewöhnlich. Hotels ab 90 Euro, Halbpension möglich. Von Neapel mit dem Zug in 70 Minuten. Wer Zeit spart und Geld, wohnt in Sorrent und macht Tagesausflüge nach Positano.
Wie plane ich eine Rundreise entlang der italienischen Küste?
Die Kombination macht den Unterschied. Drei Szenarien:
Option 1: Norden (Ligurien): Genua als Basis, Tagesausflug Cinque Terre und Portofino. 5 Tage, ca. 700 bis 900 Euro pro Person (Hotel, Essen, Transport, Eintritt).
Option 2: Süden (Kampanien + Apulien): Neapel oder Sorrent als Basis, Amalfiküste, Tagesausflug Pompeji. Dann Flug oder Zug nach Bari, Polignano a Mare erkunden. 8 bis 10 Tage, ca. 1.000 bis 1.400 Euro. Wer Apulien und Sizilien kombinieren möchte, findet Tipps im Zercy-Artikel Wo übernachten Positano.
Option 3: Sizilien: Palermo, Cefalù, dann ostwärts nach Taormina und zum Ätna. 7 Tage, ca. 700 bis 1.000 Euro. Die günstigste Option auf dieser Route.
Wer die Highlights der Amalfiküste und die schönsten Strände kombinieren möchte, sollte sich auch Schönste Strände Europa ansehen.
Speichere die Auswahl im Zercy Logbook, damit du beim Buchen alle Optionen zur Hand hast.
Häufige Fragen
Welche Küstenstadt in Italien ist am günstigsten?
Polignano a Mare in Apulien ist die günstigste Option auf dieser Liste. Unterkünfte ab 70 Euro, gute Restaurants für 15 bis 20 Euro. Cefalù auf Sizilien ist eine gute zweite Wahl. Positano und Portofino sind die teuersten.
Wann ist die beste Reisezeit für die italienischen Küstenorte?
Mai, Juni und September. Im Juli und August sind alle genannten Orte überfüllt, und die Preise steigen deutlich. Wer Cinque Terre wandern will, sollte Mai oder Oktober wählen. Für Sizilien ist März bis Mai oft sehr angenehm.
Wie viele Tage braucht man in den Cinque Terre?
2 bis 3 Tage reichen für die wichtigsten Dörfer. Wer wandern möchte, plant 3 Tage ein: Wanderwege zwischen den Dörfern, Schwimmen in Monterosso, Abend in Vernazza. Übernahme in Manarola oder Corniglia ist ruhiger und günstiger.
Warum ist Polignano a Mare so besonders?
Die Kombination aus weißen Kalksteinklippen, türkisblauem Wasser und dem Dorf direkt über dem Meer ist in Europa einzigartig. Dazu kommt die Küche Apuliens mit Orecchiette, Burrata und frischem Fisch. Und es ist noch erschwinglich. Das macht Polignano a Mare zu einer der besten Entdeckungen in ganz Süditalien.
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