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Reiseziele

Die schönsten Orte in Portugal: Algarve, Sintra, Douro, Madeira und mehr

12. Juni 2026 · 7 min Lesezeit

Portugal ist kleiner als viele denken. Doch auf diesem schmalen Landstreifen an der Westküste Europas drängen sich Landschaften, die sonst ganze Kontinente füllen: die orangeroten Klippen der Algarve, die verwunschenen Palastgärten von Sintra, die steilen Weinbergterrassen des Douro und die grünen Vulkankrater der Azoren. Kein Wunder, dass das Land seit Jahren zu den meistbesuchten Reisezielen Europas gehört.

Diesem Artikel geht es nicht um Lissabon und Porto. Die kennst du. Hier geht es um die Orte, für die du wirklich reist: landschaftliche Highlights, die sich ins Gedächtnis brennen und für die sich die Stunden im Flieger lohnen.

Welche Region ist die schönste in Portugal?

Die Frage lässt sich nicht mit einer Antwort lösen. Es kommt darauf an, was du suchst.

Wer atemberaubende Küstenlandschaft will, kommt an der Algarve nicht vorbei. Die Steilküste zwischen Lagos und Sagres gilt als eine der spektakulärsten Europas. Felsformationen wie die Ponta da Piedade bei Lagos, die Grotten von Benagil und der Strand Praia do Camilo zählen zu den meistfotografierten Orten Portugals. Die beste Reisezeit: Mai bis Oktober, Frühling für Stille, Sommer für Strand.

Sintra hingegen ist das romantische Gegenstück dazu. 30 Minuten von Lissabon entfernt liegt ein UNESCO-Weltkulturerbe-Ort, der sich wie eine Fantasielandschaft anfühlt. Der bunte Palácio da Pena thront über dem Nebel, der Palácio Nacional de Sintra glänzt mit seinen charakteristischen Schornsteinen, und der Parque e Palácio de Monserrate überrascht mit einem Garten wie aus dem Orient. Tickets für den Pena-Palast im Voraus buchen: Parques de Sintra bietet Online-Buchung und spart dir Wartezeiten.

Wer Ruhe und Weite sucht, fährt ins Douro-Tal. Die steilen Terrassenweingärten, die sich an beiden Flussufern hochziehen, sind als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt. Ein Hausboot oder eine Flusskreuzfahrt zwischen Régua und Pinhão ist eines der langsamsten und schönsten Reiseerlebnisse, die Portugal bietet. Hier erfährst du, wie Portwein entsteht, und trinkst ihn dort, wo die Trauben gewachsen sind.

Warum ist Madeira mehr als nur eine Blumeninsel?

Viele verbinden Madeira mit Senioren-Kreuzfahrten und Blumenfestivals. Das ist verständlich, aber irreführend. Madeira ist eine der grünsten und vielseitigsten Inseln der Welt. Levada-Wanderwege führen durch Lorbeerwälder, die seit 15 Millionen Jahren existieren. Der Pico do Arieiro liegt auf 1818 Metern und bietet bei klarem Wetter einen Blick über das Wolkenmeer. Für aktuelle Bedingungen und offizielle Wanderkarten lohnt sich ein Blick auf die offizielle Tourismus-Seite der Insel.

Dazu kommt das Klima: mild das ganze Jahr, Regen vor allem im Norden, Sonne im Süden. Funchal, die Hauptstadt, kombiniert tropische Gärten mit lebhafter Altstadt. Wer Zercy nutzt, um Flüge und Hotels in Funchal zu vergleichen, findet dort auch die besten Reisezeiten nach Madeira.

Welche versteckten Orte lohnen sich in Portugal wirklich?

Neben den bekannten Highlights gibt es Orte, die deutlich weniger überlaufen sind.

Das Monsaraz-Plateau in der Alentejo-Region ist eines davon. Das Dorf klebt auf einem Felsgrat 340 Meter über der Ebene und schaut auf den Stausee Alqueva, den größten künstlichen See Europas. Kaum Touristen, kein Lärm. Die Sterne hier sind mit bloßem Auge zu sehen, weil das Alentejo eines der dunkelsten Gebiete Europas ist.

Obidos ist ein mittelalterliches Dorf, das vollständig von einer Stadtmauer umschlossen ist. Ginge es nur nach Instagram, wäre es längst überlaufen. Es bleibt aber erstaunlich ruhig außerhalb der Hauptsaison. Ein Ginjinha (Sauerkirschlikör) in einem der kleinen Schokoladen-Becher gehört dazu.

Die Costa Vicentina nördlich der Algarve, also zwischen Sagres und Sines, ist der am wenigsten erschlossene Küstenabschnitt Westeuropas. Fast kein Massentourismus, rauer Atlantik, breite Sandstrände. Ideal für Surfer und alle, die lieber Weite als Animation wollen. Wer günstig fliegen nach Faro will, findet diese Küste dann per Mietwagen.

Wann ist die beste Reisezeit für Portugal?

Portugal hat eine der angenehmsten Reisezeitspannen Europas. Der Frühling (April bis Mai) ist der beste Kompromiss: warm, grün, die Mandel- und Orangenblüte ist vorbei, aber die Touristenmassen noch nicht da. Der Sommer (Juli bis September) ist die Hauptsaison, besonders an der Algarve. September gilt als Geheimtipp: noch warm, Wasser angenehm, weniger Betrieb.

Die Azoren folgen einem anderen Rhythmus. Regen ist immer möglich, Sonnenschein auch. April bis Oktober sind die stabilsten Monate, aber Wandern im November ist auf Sao Miguel noch gut möglich. Die blauen und grünen Kraterseen Sete Cidades und Furnas gehören zum Schönsten, was der Atlantik zu bieten hat.

Für die Logistik: Wann du Flüge buchen solltest und ob sich eine Reiseversicherung lohnt sind gute Ausgangspunkte vor jeder Portugal-Reise.


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Häufige Fragen

Welche Orte in Portugal sind am schönsten?

Die Algarve, Sintra, das Douro-Tal, Madeira und die Azoren gelten als absolute Highlights. Sintra ist UNESCO-Weltkulturerbe und in 30 Minuten ab Lissabon erreichbar. Die Algarve bietet die spektakulärsten Klippen Europas zwischen Lagos und Sagres.

Wann ist die beste Reisezeit für Portugal?

April bis Mai ist ideal: angenehme Temperaturen, Blütezeit, wenig Betrieb. September ist der Geheimtipp für Strandferien. Die Algarve hat von Mai bis Oktober Hochsaison. Für die Azoren gilt: April bis Oktober, Regen jederzeit möglich.

Wie lange sollte man für Portugal einplanen?

Für Festland-Portugal reichen 8-10 Tage, um Lissabon, den Süden und das Douro abzudecken. Wer Madeira oder die Azoren dazunimmt, braucht mindestens 14 Tage. Madeira allein ist gut mit 5-7 Tagen zu erkunden.

Wo in Portugal lohnt sich ein längerer Aufenthalt besonders?

Das Douro-Tal eignet sich gut für 3-4 Tage Slow Travel mit Weinproben und Wandern. Die Azoren (besonders Sao Miguel) brauchen mindestens 4-5 Tage, um die Kraterseen, Thermalquellen und Küsten richtig zu erleben.

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