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Sevilla vs. Granada: Welche andalusische Stadt passt zu dir?

15. Juni 2026 · 7 min Lesezeit

Sevilla und Granada liegen nur rund 250 Kilometer auseinander, aber sie fühlen sich wie zwei verschiedene Welten an. Beide Städte haben eine arabische Vergangenheit, Flamenco in den Gassen und Tapas, die zum Wein dazugehören. Der Unterschied liegt im Tempo, in der Atmosphäre und in dem, was du von einer Andalusien-Reise erwartest.

Sevilla ist die lebhaftere der beiden. Fast eine Million Einwohner, eine pulsierende Altstadt, Bars die bis in den Morgen geöffnet haben. Granada ist kleiner, ruhiger und hat mit der Alhambra eines der meistbesuchten Denkmäler der Welt. Beide lohnen sich. Aber nur eine passt wirklich zu dir.

Was macht Sevilla einzigartig?

Sevilla ist Andalusiens Hauptstadt und die größte Stadt der Region. Der Alcázar, ein Königspalast aus dem 14. Jahrhundert, zieht Besucherinnen und Besucher aus aller Welt an. Die Kathedrale mit dem Giralda-Turm ist die drittgrößte Kirche der Welt. Das Viertel Triana auf der anderen Seite des Guadalquivir gilt als die Wiege des Flamenco.

Für Tapas ist Sevilla kaum zu schlagen. Viele Bars servieren sie kostenlos zum Getränk, eine Tradition, die in Granada übrigens noch stärker gelebt wird. Ein Abend in Sevilla kann fünf bis sieben verschiedene Bars umfassen, jede mit einem anderen Ambiente. Eintrittspreise für den Alcázar: 14 Euro, für die Kathedrale 12 Euro. Tickets für beide solltest du im Voraus buchen, die Warteschlangen sind lang.

Sevilla hat auch ein praktisches Fahrradnetz und eine gute Metro. Tagesausflüge nach Córdoba (45 Minuten per Hochgeschwindigkeitszug), Cádiz oder Jerez de la Frontera sind problemlos machbar. Für alle, die Andalusien in einer Woche erkunden, macht Sevilla einen guten Ausgangspunkt.

Einen Überblick über alle schönen Orte Spaniens findest du in unserem ausführlichen Reiseführer.

Was macht Granada besonders?

Granada ist kleiner als Sevilla, aber kaum weniger eindrucksvoll. Die Alhambra, ein Palastkomplex aus dem 13. und 14. Jahrhundert auf einem Hügel über der Stadt, gilt als eines der schönsten Gebäude der Welt. Rund 6.500 Tickets werden pro Tag verkauft, die meisten Monate im Voraus gebucht. Wer die Alhambra sehen möchte, plant am besten drei bis vier Wochen im Voraus. Tickets kosten 19 Euro, der Nachtbesuch 10 Euro.

Das Viertel Albaicín unterhalb der Alhambra ist ein labyrinthisches Netz aus engen Gassen und weißen Häusern. Von den Aussichtspunkten des Viertels, vor allem dem Mirador de San Nicolás, hat man den besten Blick auf die Alhambra mit der schneebedeckten Sierra Nevada im Hintergrund. Dieser Ausblick allein rechtfertigt die Reise.

Granadas Tapas-Kultur ist einmalig. Hier sind die Tapas wirklich kostenlos: Du bestellst ein Bier oder einen Wein für etwa 2-3 Euro und bekommst automatisch eine Tapa dazu. Mit jeder weiteren Bestellung kommt eine neue Tapa. Ein Abend kostet oft unter 15 Euro.

Granada hat außerdem eine starke Uni-Atmosphere. Es gibt viele junge Menschen, lebhafte Bars rund um die Plaza Nueva und eine Musik-Szene, die sich von Sevilla deutlich unterscheidet. Weitere Informationen über die beste Reisezeit für Spanien helfen dir, deinen Besuch optimal zu planen.

Wann solltest du welche Stadt besuchen?

Sevilla im Sommer ist heiß. Sehr heiß. Temperaturen von 38 bis 42 Grad Celsius sind im Juli und August normal, Hitzewellen mit über 45 Grad keine Seltenheit. Wer Sevilla besuchen will, plant am besten Frühling (März bis Mai) oder Herbst (September bis November). Die Semana Santa im März und die Feria de Abril im April sind absolute Highlights, aber auch deutlich voller und teurer.

Granada liegt höher, auf etwa 680 Metern über dem Meeresspiegel, und ist deshalb etwas kühler. Im Sommer sind Temperaturen von 33 bis 37 Grad normal. Im Winter, von Dezember bis Februar, kann es Nächte unter dem Gefrierpunkt geben, besonders nahe der Sierra Nevada. Dafür ist Granada im Winter günstig und ruhig.

Die Alhambra sollte auf keinen Fall in der Hochsaison ohne Vorabbuchung besucht werden. Zwischen Juni und September sind die Tagestickets oft Monate im Voraus ausverkauft. Im Frühling und Herbst reicht meist eine Buchung zwei bis drei Wochen vorher.

Einen guten Überblick über Geheimtipps in Europa gibt es ebenfalls bei Zercy.

Welche Stadt ist günstiger?

Granada ist insgesamt günstiger als Sevilla. Ein gutes Hotelzimmer kostet in Granada zwischen 60 und 90 Euro pro Nacht in Mittellage, in Sevilla eher 80 bis 120 Euro für vergleichbare Qualität. Die Tapas-Tradition in Granada spart zusätzlich Geld: Abendessen für unter 15 Euro pro Person ist kein Problem.

In Sevilla gibt es zwar ebenfalls freie Tapas in einigen Bars, aber das System ist weniger konsequent als in Granada. Restaurants in der Altstadt Sevillas verlangen für ein Hauptgericht oft 14 bis 22 Euro. Außerhalb der Touristenzonen sinken die Preise spürbar.

Flugangebote nach Sevilla sind oft günstiger, weil der Flughafen größer ist und von mehr Billigfliegern angeflogen wird. Granada hat einen kleineren Flughafen mit weniger Verbindungen. Alternativ ist der Bus von Sevilla nach Granada schnell und kostet zwischen 10 und 25 Euro pro Strecke.

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Häufige Fragen

Was ist der größte Unterschied zwischen Sevilla und Granada?

Sevilla ist größer, lauter und lebendiger, mit einer starken Flamenco- und Ausgehszene. Granada ist ruhiger, günstiger und hat mit der Alhambra das spektakulärere Einzelmonument. Sevilla eignet sich besser für Stadtliebhaber und Partytourismus, Granada für Kulturinteressierte und Genießer.

Wann ist die beste Zeit, um Sevilla oder Granada zu besuchen?

Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) sind ideal für beide Städte. Der Sommer ist in Sevilla extrem heiß mit über 40 Grad. In Granada ist es im Winter kalt, dafür aber günstig und leer.

Wie lange brauche ich für Sevilla und Granada?

Für Sevilla empfehlen sich mindestens zwei Tage, für Granada mindestens zwei Tage. Wer nur eine Stadt besucht, kann sie in 48 Stunden gut erkunden. Beide zusammen in einer Woche Andalusien-Trip? Das ist ein klassischer Roadtrip.

Welche Stadt ist besser für eine Reise mit Kindern?

Sevilla ist etwas kinderfreundlicher, weil es flacher ist und das Fahrradnetz gut ist. Der Alcázar-Garten macht selbst kleinen Kindern Spaß. Granada eignet sich gut ab Grundschulalter, der Albaicín-Spaziergang und die Alhambra machen Eindruck.

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