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Ungarn Reiseguide: Budapest, Balaton und die Thermalkultur

14. Mai 2026 · 8 min Lesezeit

Budapest ist eine der faszinierendsten Städte Europas und trotzdem kein Touristenklischee. Die Stadt hat Substanz: Jahrhunderte der Habsburger, Osmanen und Sowjets haben sie geformt, und du siehst es überall. In den türkischen Thermalbädern, in der barocken Architektur, in den Ruin Pubs in verfallenen Häusern des alten jüdischen Viertels. Budapest ist laut und melancholisch gleichzeitig. Es ist schwer, sich nicht ein bisschen zu verlieben.

Dieser Guide zeigt Budapest und was außerhalb der Hauptstadt auf dich wartet: den Plattensee als ungarisches Meer, das mediterran anmutende Pécs und die Weinberge von Eger.

Was sind die Highlights in Budapest?

Das Parlamentsgebäude am Donauufer ist eines der schönsten neugotischen Bauwerke der Welt. Geführte Touren ins Innere täglich, Tickets vorab online kaufen über parlament.hu. Die Fischerbastei auf dem Burgberg bietet den bekanntesten Ausblick über die Donau. Abends beleuchtet ist sie magisch. Der Burgberg selbst mit dem Budaer Schloss und der Matthiaskirche braucht einen halben Tag.

Die Thermalbäder sind Pflicht und keine Touristenfalle. Das Széchenyi-Bad (das gelbe Gebäude im Stadtpark) ist das größte und beliebteste, ein Erlebnis. Das Gellért-Bad im Jugendstil ist historisch beeindruckend. Wer mehr Atmosphäre will: das Rudas-Bad am Donauufer, osmanisches Kuppelbad aus dem 16. Jahrhundert, freitags und samstags bis 4 Uhr morgens geöffnet.

Die Ruin Pubs im siebten Bezirk (Erzsébetváros, ehemaliges jüdisches Viertel) sind Orte, die so nur in Budapest existieren. Bars in verfallenen Innenhöfen, mit alten Sofas, Wandmalereien, Pflanzen und einer Atmosphäre, die man nicht inszenieren kann. Der Szimpla Kert ist der bekannteste. Geh auch in kleinere wie Instant oder Fogas.

Warum ist Balaton für Ungarn so besonders?

Der Balaton ist mit 77 Kilometern Länge der größte See Mitteleuropas. Ungarn nennt ihn das Ungarische Meer, und das klingt übertrieben bis man am Ufer steht und das Wasser nicht enden sieht. Im Sommer schwimmen, Fahrrad fahren entlang des Ufers, Wein trinken (die Weinregion Badacsony direkt am See ist bekannt). Keszthely im Westen hat das schönste Schloss am See.

Der Balaton ist primär ein Inländer-Reiseziel. Das bedeutet: günstig, authentisch, wenige englischsprachige Touristen. Hotels mit Seeblick im Sommer früh buchen.

Welche Städte in Ungarn sind außer Budapest sehenswert?

Pécs im Süden hat eine osmanische Moschee mitten im Stadtzentrum, die heute als Kirche genutzt wird. Das Stadtbild ist mediterran beeinflusst, die Altstadt klein und angenehm zu durchlaufen. Pécs war 2010 Europäische Kulturhauptstadt. Die Zsolnay-Porzellanmanufaktur ist hier beheimatet und das Museum lohnt sich.

Eger ist bekannt für zwei Dinge: den historischen Burgkomplex, der 1552 eine osmanische Belagerung überstand, und die Weinkeller im sogenannten Tal der schönen Frauen. Dutzende Weinkeller in Höhlen, du gehst von einer zur nächsten, trinkst Egri Bikavér (Stierblut), isst eingelegte Gurken dazu. Volkstümlich und sehr ungarisch. Drei Stunden von Budapest.

Wann ist die beste Reisezeit für Ungarn?

April bis Juni und September bis Oktober sind die besten Monate. Temperaturen angenehm (18 bis 26 Grad), weniger Touristen als im Sommer, günstigere Preise. Der Frühling in Budapest mit blühenden Parks ist besonders schön.

Juli und August: Budapest-Sommer kann heiß werden (30 bis 38 Grad). Das Sziget-Festival im August (eines der größten Musikfestivals Europas, auf einer Donauinsel) zieht Hunderttausende. Hotels vorher buchen. Balaton-Saison auf dem Höhepunkt.

Der Winter ist kalt aber Budapest zur Weihnachtszeit mit dem Markt auf dem Vörösmarty-Platz ist sehenswert.

Ungarn ist EU-Mitglied, kein Visum für EU-Bürger. Währung ist der Forint (HUF), kein Euro. Für 1 Euro bekommst du derzeit rund 390 Forint. Alles in Ungarn ist deutlich günstiger als in Westeuropa.


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Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für Budapest?

3 Tage für die Highlights (Parlament, Burgberg, Thermalbäder, Ruin Pubs). 5 Tage wenn du entspannt bist, auch die Museen siehst und Tagesausflüge planst. Eine Woche für Budapest plus Balaton oder Eger.

Was kostet ein Urlaub in Ungarn?

Budapest ist günstig für eine europäische Hauptstadt. Mittelklasse-Hotels: 60 bis 120 Euro pro Nacht. Essen im Restaurant: 10 bis 20 Euro pro Person. Thermalbäder: 18 bis 25 Euro Eintritt. Eine Woche für zwei Personen (Mittelklasse, inkl. Flug): 1.200 bis 1.800 Euro.

Welches Thermalbad ist in Budapest am besten?

Széchenyi für Atmosphäre und Größe (Außenbecken, klassischer Budapest-Bade-Abend). Gellért für Architektur und Jugendstil. Rudas für osmanisches Flair und Nacht-Sessions. Alle drei lohnen sich, wenn du mehrere Tage hast.

Welche ungarischen Speisen sollte man probieren?

Gulyás (Gulaschsuppe, nicht das, was Deutsche Gulasch nennen), Halászlé (Fischsuppe mit Paprika), Lángos (frittierter Teig mit Belägen), Kürtőskalács (Schornsteinkuchen), Tokaji Wein (Dessertwein, UNESCO-Weltkulturerbe).


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