Vegan Reisen weltweit: Die besten Ziele und wie es überall klappt
Vegan Reisen ist 2026 einfacher als je zuvor. Und in manchen Ländern immer noch herausfordernd. Die Welt ist ungleich. Berlin hat 2.000 vegane Restaurants. In ländlichen Teilen Japans besteht jedes Gericht aus Fischbrühe. Das klingt frustrierend, ist aber lösbar, wenn du weißt wie.
Dieser Guide zeigt dir die besten veganen Reiseziele, die wichtigsten Apps und Strategien für alle, die auch auf Reisen nicht kompromittieren wollen.
Welche Städte und Länder sind am besten für vegane Reisende?
Berlin: Die vegane Hauptstadt Europas. Kein Witz: mehr vegane Restaurants pro Kopf als jede andere Großstadt auf dem Kontinent. Veganz-Supermarkt, vegane Döner-Läden, vegane Sushi-Bars, vegane Burgerketten. Wer durch Prenzlauer Berg oder Mitte läuft, findet auf jedem zweiten Block etwas.
London: Starke vegane Szene, besonders in Shoreditch, Hackney und Camden. Ein UK-Tipp, der seit Jahren gilt: die Supermarktketten (Sainsbury’s, Tesco, Marks & Spencer) haben ausgezeichnete Fertig-Vegan-Optionen, perfekt für Unterwegs.
Tel Aviv: Überraschend vorne. Israel hat eine der weltweit höchsten Veganerquoten pro Bevölkerung. Tel Aviv hat hunderte vegane und veggie-freundliche Restaurants. Hummus und Falafel sind natürlich vegan, aber die Stadt geht weit darüber hinaus.
Portland (Oregon, USA): Nordamerikas vegane Hochburg. Tiny food halls, vegane Tex-Mex, vegane Doughnuts (Voodoo Doughnut!), wöchentliche vegane Straßenmärkte. Für Amerika vorbildlich.
Chiang Mai (Thailand): Das asiatische Mekka für vegane Backpacker. Viele Guesthouses richten sich an pflanzliche Ernährung, der Samstags- und Sonntagsmarkt haben vegane Stände, und das “Jai” (vegane/vege Thai-Küche) ist verbreitet.
Hamburg, München, Wien: Deutschsprachige Großstädte haben alle eine solide vegane Infrastruktur. Wien hatte als erste Großstadt eine vegane Fastfood-Kette im Hauptbahnhof.
Wie findet man vegane Restaurants in jeder Stadt?
HappyCow: Die wichtigste App für vegane Reisende. Über 400.000 eingetragene Restaurants weltweit, nach vegan/vegetarisch/vegan-freundlich gefiltert, mit Bewertungen und Fotos. App kostet einmalig ca. 4 Euro und ist es absolut wert.
Google Maps: “vegan near me” oder “vegane Restaurants [Stadtname]” funktioniert überraschend gut, besonders in Westeuropa und Nordamerika. Filtere nach “vegan-freundlich” unter Google Maps Optionen.
Instagram: Für Städte mit kleiner veganer Szene oft aktueller als HappyCow. Hashtag “[Stadtname] vegan” zeigt aktuelle Restaurants, die vielleicht noch nicht auf HappyCow eingetragen sind.
Was sind Sprachkarten und warum brauche ich sie?
Sprachkarten erklären deine Ernährungsweise in der Landessprache. Besonders wichtig in Ländern wo Englisch keine Selbstverständlichkeit ist.
Meine vegane Ernährung erklären auf Japanisch, Vietnamesisch, Thai: Webseite VeggieTravel bietet kostenlose Sprachkarten zum Ausdrucken oder Zeigen. Die Karte erklärt “Ich esse kein Fleisch, keinen Fisch, keine Milchprodukte, keine Eier” in der Landessprache.
Tipp: Speichere die Karte als Screenshot auf dem Handy. Funktioniert auch ohne Internet.
Für Japan besonders wichtig: Dashi (Fischbrühe) ist in scheinbar jedem Gericht. Auch “vegane” Restaurants verwenden sie manchmal. Die Sprachkarte explizit auf Dashi hinweisen.
Wie bestelle ich vegane Mahlzeiten im Flugzeug?
Fast alle großen Airlines bieten vegane Mahlzeiten an (“VGML” ist der offizielle Code). Aber: Diese müssen vorab bestellt werden, nicht beim Check-in oder im Flugzeug.
Buchung und Bestätigung: Beim Buchen oder bis spätestens 48 Stunden vor dem Flug über die Airline-Website. Code eingeben: VGML (vegan meal). Manche Airlines unterscheiden zwischen VGML (vegan) und VLML (vegetarisch lakto) oder AVML (asiatisch vegetarisch).
72 Stunden vor dem Flug die Bestellung telefonisch oder per Chat bestätigen. Sondermahlzeiten gehen selten verloren, aber es passiert.
Welche Länder machen veganes Reisen schwieriger?
Japan: Tierhaltungsprodukte sind in Brühen, Saucen und Beilagen verborgen. Restaurants ohne Englisch, klare Labels oft fehlend. Lösung: Sprachkarte, vegane Restaurants in großen Städten via HappyCow, Kombini-Supermärkte (FamilyMart, 7-Eleven) haben immer Obst, Nüsse, Onigiri (Reiswraps, manche vegan).
Argentinien: Asado-Kultur, Fleisch ist die Hauptattraktion. Aber Buenos Aires ist überraschend vegan-freundlich, und vegane Empanadas existieren. Kleinstädte schwieriger, Supermärkte als Fallback.
Mongolei: Herausforderndster Ort für Veganer. Nomadische Küche basiert auf Fleisch und Milchprodukten. Selbstverpflegung, eigene Grundnahrungsmittel, Reisrestaurants in Ulan Bator.
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Häufige Fragen
Welches asiatische Land ist am einfachsten für Veganer?
Thailand ist führend in Asien für vegane Reisende: “Jay”-Restaurants (Thai für vegane Küche) sind mit einem gelben Schild erkennbar, Obst ist überall und günstig, und die internationale Tourismusdichte in Chiang Mai, Bangkok und Koh Samui sorgt für ein gutes veganes Angebot. Taiwan ist ebenfalls sehr stark (buddhistisch-vegane Tradition).
Was mache ich, wenn ich in einem Land mit wenig veganen Optionen bin?
Supermärkte und lokale Märkte sind dein bester Freund. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Brot, Nüsse: alles universell verfügbar. Cooking class buchen: lernst du vegane Zutaten in der lokalen Küche. Guesthouse-Küche nutzen wenn verfügbar. In Notfällen: vegetarisch essen und “kein Ei, keine Milch” hinzufügen.
Wie erkläre ich vegane Ernährung in Ländern ohne Vegan-Begriff?
In manchen Sprachen gibt es kein direktes Wort für “vegan.” Schreibe es auf als “Ich esse keine Tierprodukte: kein Fleisch, keinen Fisch, keine Meeresfrüchte, keine Milch, keine Eier, keine Butter” in der jeweiligen Sprache. Sprachkarten von VeggieTravel.com helfen. Oder das Wort “buddhistisches Essen” funktioniert in Teilen Asiens als vegane Annäherung.
Welche Supermarktketten haben die besten veganen Optionen in Europa?
In Deutschland: Rewe, Edeka (Eigenmarke “ja! vegan”), dm (vegane Eigenmarken). UK: Marks & Spencer, Sainsbury’s “Plant Pioneers”, Tesco “Wicked Kitchen.” Niederlande: Albert Heijn hat exzellente vegane Fertiggerichte. Frankreich: Carrefour und Monoprix.
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