Vietnam in 2 Wochen: Die klassische Route von Nord nach Süd
Vietnam ist eines der zugänglichsten und gleichzeitig vielfältigsten Reiseziele in Südostasien. Auf 1.600 Kilometern Länge wechseln sich Megastädte, Reisterrassen, Küstenorte und tropische Flussdeltas ab. Zwei Wochen sind das Minimum, um die Bandbreite dieses Landes zu erfassen, und sie sind gut investiert.
Die klassische Route geht von Nord nach Süd: von Hanoi bis Ho-Chi-Minh-Stadt. Du kannst sie natürlich auch umgekehrt fahren. Flüge sind in der Regel günstiger, wenn du in Ho-Chi-Minh-Stadt landest und in Hanoi abfliegst, oder umgekehrt, je nach Saison. Dieser Guide erklärt die Route so, wie die meisten sie fahren: von oben nach unten.
Was erwartet dich auf dieser Route?
Hanoi (2 Nächte): Die Hauptstadt ist chaotisch, laut und faszinierend. Der Altstadt-Kern rund um den Hoan-Kiem-See ist das Herzstück. Strassenfood-Frühstück (Pho, Bun Cha), Tempel der Literatur, Altstadt mit den 36 Zunftstrassen. Hanoi braucht nicht mehr als zwei Tage, ist aber der richtige Einstieg in das Land.
Halong Bay (2 Nächte): Eine Bootskreuzfahrt durch die mehr als 1.600 Kalksteininseln ist eines der spektakulärsten Erlebnisse, das Vietnam zu bieten hat. Buche eine Zwei-Nacht-Kreuzfahrt auf einer mittelklassigen Junk. Die günstigsten Boote sind oft überfüllt. Die teuersten bieten kaum Mehrwert. Das Mittelsegment bei 80 bis 130 Euro pro Nacht trifft es gut.
Hoi An (3 Nächte): Die schönste Stadt Vietnams. Die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe und besonders reizvoll am frühen Morgen, bevor die Tagestouristen aus Da Nang ankommen. Wer die Nacht in Da Nang verbringen möchte, findet im Da Nang Hotelguide die besten Stadtteile und Unterkünfte. Hoi An hat die beste Schneiderei-Szene Südostasiens: Massgeschneiderte Kleidung in 24 bis 48 Stunden. Budgetiere extra Gepäckraum ein.
Hue (1 Nacht): Die ehemalige Kaiserstadt liegt auf halber Strecke und lohnt sich für die Kaiserliche Zitadelle und das Kaiserliche Mausoleum von Tu Duc. Hue gilt als die Foodie-Stadt Vietnams. Ein Abend reicht, wenn du in Hoi An drei Nächte verbracht hast.
Ho-Chi-Minh-Stadt (2 Nächte): Früher Saigon, heute Vietnams wirtschaftliches Zentrum. Die Stadt schläft nie. War Remnants Museum, Reunification Palace, Ben Thanh Market und die Rooftop-Bar-Szene im District 1. Energie pur.
Mekong Delta (1–2 Nächte): Ein Tagesausflug reicht nicht. Buche eine geführte Tour oder einen Homestay in Can Tho. Das Leben auf dem Wasser, schwimmende Märkte bei Sonnenaufgang, Reisfelder. Das ist Vietnam, das in keinem Stadtguide vorkommt.
Wie reist du zwischen den Städten?
Das ist die Frage, die Zwei-Wochen-Reisende am meisten beschäftigt. Die Antwort hängt von Budget und Komfort ab.
Inlandsflüge sind die schnellste Option. Vietnam Airlines, Vietjet und Bamboo Airways fliegen alle grossen Strecken. Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt kostet 30 bis 80 Euro, wenn du früh buchst. Für lange Strecken (Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt) ist der Flug klar die bessere Wahl.
Sleeper Bus ist die günstigste und manchmal überraschend komfortable Option. Die Busse haben liegende Schlafsessel in zwei Etagen. Hue nach Hoi An kostet etwa 8 bis 12 Euro und dauert 4 Stunden. Für kürzere Strecken im mittleren Teil der Route gut geeignet.
Der Reunification Express, Vietnams Hauptzugstrecke, verbindet Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt in 30 bis 35 Stunden. Für Teilstrecken, zum Beispiel Hue nach Da Nang (Nähe Hoi An), ist der Zug mit Meerblick eine der schönsten Bahnfahrten Asiens.
Wann reisen, und was kostet es?
Die beste Reisezeit hängt davon ab, welchen Teil Vietnams du priorisierst. Der Norden (Hanoi, Halong Bay) ist von Oktober bis April am angenehmsten. Zentralvietnam (Hue, Hoi An) hat von Februar bis August gutes Wetter. Der Süden (Ho-Chi-Minh-Stadt, Mekong) ist von Dezember bis April trocken.
Ein realistisches Tagesbudget für 14 Tage liegt bei 50 bis 90 Euro pro Person, inklusive Unterkunft, Essen, Transport und Aktivitäten. Die Halong-Bay-Kreuzfahrt ist der grösste Einzelposten. Wer spart, kommt mit 40 Euro pro Tag aus. Wer gut essen und schlafen will, liegt bei 80 bis 100 Euro.
Das Visum gibt es für die meisten europäischen Staatsangehörigen online: E-Visa über das offizielle Portal des Vietnam National Administration of Tourism. 90-Tage-Einzeleinreise kostet rund 25 US-Dollar.
Wer die Route um einen Küstenstopp verlängern möchte, bietet sich Nha Trang an: unser Nha Trang Hotelguide zeigt, in welchem Viertel du am besten schläfst. Weitere Infos zu deiner Unterkunftswahl findest du in unserem Boutique Hotels Guide. Wer über eine Verlängerung der Reise in die Region nachdenkt, findet im Costa Rica Rundreise-Guide einen guten Vergleich für ähnliche Langstrecken-Routenplanung. Und wenn du den Flug noch nicht gebucht hast, hilft dir unser Guide zum günstigen Fliegen beim Sparen.
Speichere deine Auswahl im Zercy Logbook damit du beim Buchen alles zur Hand hast.
Häufige Fragen
Wie lange vor der Reise sollte ich das Visum beantragen?
Beantrage das E-Visum mindestens 3 bis 5 Werktage vor Abreise. In der Hochsaison kann es länger dauern. Eine Woche Vorlaufzeit ist sicher.
Was sollte ich in Vietnam essen?
Pho in Hanoi, Bun Bo Hue in Hue, Cao Lau und White Rose Dumplings in Hoi An, Hu Tieu in Ho-Chi-Minh-Stadt. Strassenfood ist frisch, günstig und oft besser als Restaurantküche.
Welche Gesundheitsempfehlungen gelten für Vietnam?
Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus werden empfohlen. Trinke kein Leitungswasser. Eis in Strassenfood-Ständen ist in der Regel sicher, da aus gefiltertem Wasser hergestellt. Reisekrankenversicherung mit Notfallevakuierung ist Pflicht.
Wie viel Bargeld brauche ich in Vietnam?
Viele kleinere Betriebe, Strassenstände und Rikscha-Fahrer akzeptieren nur Bargeld. Hebe regelmässig Vietnamese Dong ab, am besten an Bankautomaten, nicht beim Geldwechsler auf der Strasse. Die Wechselkurse an Automaten von Vietcombank und BIDV sind fair.
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