Kanaren Inseln Vergleich: Welche Insel passt zu wem?
Sieben Inseln, sieben Charaktere. Die Kanarischen Inseln liegen vor der Küste Afrikas, gehören aber zu Spanien und damit zur EU. Das Wetter: ganzjährig gut. Die Auswahl: verwirrend. Teneriffa oder Gran Canaria? Lanzarote oder Fuerteventura? La Palma für Wanderer oder La Gomera für Abenteurer?
Dieser Vergleich zeigt dir, welche Insel zu welchem Reisestil passt. Klar, direkt, ohne Abwägen um des Abwägens willen.
Welche Kanaren-Insel passt zu dir?
Teneriffa: Für alle, die viel wollen
Die größte Insel, 900.000 Einwohner, das komplette Paket. Der Süden (Playa de las Américas, Costa Adeje) ist das klassische Badeurlaubs-Setup: Hotelzonen, Pools, Partys, All-Inclusive. Der Norden ist komplett anders: grüner, kühler, alter Charme mit Puerto de la Cruz und dem Orotava-Tal.
Das absolute Highlight: der Teide-Nationalpark. Der Teide ist mit 3.718 Metern der höchste Berg Spaniens. Die Mondlandschaft auf dem Weg zum Gipfel ist UNESCO-Welterbe. Wer auf den Gipfel möchte, braucht eine Genehmigung, die Wochen im Voraus gebucht werden muss. Der Nationalpark ist kostenlos, die Seilbahn bis kurz unter den Gipfel kostet 30 Euro.
Teneriffa lohnt sich für: Erstbesucher, Familien, alle die Strand plus Natur plus Nightlife möchten.
Lanzarote: Für Designliebhaber und Vulkan-Fans
Lanzarote ist die ungewöhnlichste Insel. Schwarze Lava, fast keine Vegetation, Häuser ausschließlich in Weiß mit grünen oder blau-schwarzen Türen und Fenstern. Das ist kein Zufall, sondern ein Dekret. Der Künstler César Manrique hat die Architektur der Insel geprägt und schützte sie jahrzehntelang vor Massentourismus-Bauten.
Der Timanfaya-Nationalpark ist Pflicht: eine Mondlandschaft aus schwarzen Lavakratern, in der man Hähnchenkeule über Geothermie grillt. Die Jameos del Agua sind eine Höhle mit unterirdischem See und Albino-Krabben. Beide Erfahrungen sind unvergleichlich.
Lanzarote lohnt sich für: Design-Interessierte, Naturliebhaber, Paare, Wiederholungsbesucher der Kanaren.
Gran Canaria: Für Stadtleben und Vielfalt
Gran Canaria hat alles auf kleinstem Raum. Las Palmas ist eine echte Metropole (400.000 Einwohner), mit Museen, Universitäten, einer Altstadt und dem legendären Strand Playa de las Canteras direkt in der Stadt. Der Süden: Maspalomas mit Sanddünen, die sich bis ans Meer ziehen. Fast wie Sahara-Ausblick mit Atlantik dahinter.
Gran Canaria ist außerdem bekannt als weltoffen und LGBTQ-freundlich, besonders das Viertel Yumbo in Playa del Inglés. Die besten Stadtteile und Unterkünfte auf Gran Canaria findest du in unserem Gran Canaria Hotelguide.
Gran Canaria lohnt sich für: Alleinreisende, Stadtliebhaber, LGBTQ-Reisende, alle die Meer + Dünen + Großstadt wollen.
Fuerteventura: Für Strandliebhaber und Wassersportler
Die zweitgrößte Insel, die windreichste. Wer einfach an den Strand möchte, liegt hier richtig: Kilometerlange Sandstrände, türkisfarbenes Wasser, weniger Touristenrummel als Teneriffa. Corralejo im Norden hat Nationalpark-Dünen direkt am Wasser.
Windsurfen und Kitesurfen sind hier erstklassig. Sotavento Beach gilt als einer der besten Windsurf-Spots Europas. Für Surfer: Famara Beach im Norden.
Fuerteventura lohnt sich für: Strandpuristen, Windsurfer, Kitesurfer, alle die Urlaub ohne viel Trubel wollen.
La Palma: Die grünste Insel
La Palma nennt sich “La Isla Bonita” und das stimmt. Die Insel ist vulkanisch aktiv: der Cumbre Vieja Vulkan brach 2021 aus und veränderte die Landschaft dauerhaft. Heute sind Lava-Tourismustouren möglich. Der Sternenhimmel über La Palma ist einer der klarsten der Welt, die Roque-de-los-Muchachos-Sternwarte beherbergt einige der wichtigsten Teleskope Europas.
La Palma lohnt sich für: Wanderer, Naturliebhaber, Astro-Tourismus-Fans.
La Gomera und El Hierro: Für Entdecker
La Gomera hat die Silbo-Pfeifsprache, ein UNESCO-immaterielles Kulturerbe. El Hierro ist die kleinste Insel, ein UNESCO-Biosphärenreservat, und 2011 die erste Insel der Welt mit 100% erneuerbarer Energie.
Beide Inseln sind nichts für Sonnenliegen-Touristen. Für alle anderen ein Erlebnis.
Wie kommt man am besten auf die Kanaren?
Direktflüge aus ganz Europa, ganzjährig und günstig. Von Deutschland: 4 Stunden. Ryanair, Eurowings, TUI, Condor und andere fliegen alle Inseln an. Preise: 100-350 Euro Hin-Rückflug, abhängig von Buchungszeitpunkt.
Zwischen den Inseln: Fähren von Fred. Olsen und Binter Connect, außerdem Inselflüge. Schnellfähren verbinden die östlichen Inseln (Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote) untereinander in 1-2 Stunden.
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Häufige Fragen
Welche Kanaren-Insel hat die besten Strände?
Fuerteventura für weißen Sand und türkisfarbenes Wasser. Gran Canaria für Dünen-Strand in Maspalomas. Teneriffa für Abwechslung (schwarzer Sand im Norden, weißer Sand im Süden). Lanzarote für dramatische Kulisse, aber weniger Badestrand.
Welche Kanaren-Insel ist am wärmsten?
Lanzarote und Fuerteventura haben im Sommer die höchsten Temperaturen (28-33 Grad). Teneriffa im Süden ist ähnlich warm. La Palma und La Gomera sind dank Berglagen kühler.
Wann sind die Kanaren am günstigsten?
Oktober bis November und Januar bis Februar (außer um Weihnachten und Neujahr) sind die günstigen Perioden. Sommer (Juli/August) ist teurer und voller. Ostern ist ebenfalls Hochsaison.
Welche Insel eignet sich am besten für Familien?
Teneriffa für das komplette Angebot (Wasserparks, Tierparks, Samsara Aqua World). Gran Canaria mit langen Sandstränden und ruhigem Wasser. Lanzarote für Nationalpark-Erlebnisse mit Kindern.
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