Madeira Reiseguide: Wandern, Levadas und ewiger Frühling auf der Blumeninsel
Madeira nennt sich selbst “Insel des ewigen Frühlings” und das ist kein Marketingversprechen. Die Insel liegt im Atlantik, südlich von Portugal, mit einem Klima das selten unter 16 Grad fällt und selten über 27 Grad steigt. Ganzjährig grün, ganzjährig bewohnbar, ganzjährig bereisbar.
Das macht Madeira zu einem der klügsten Reiseziele Europas. Kein Visum, direkter Flug aus den meisten europäischen Städten, und eine Landschaft aus Steilklippen, Lorbeerwald, Vulkankratern und blühenden Gärten.
Was sind die besten Sehenswürdigkeiten auf Madeira?
Funchal: Die Hauptstadt empfängt die meisten Besucher. Der Mercado dos Lavradores ist das Herz der Stadt: Blumen, Exotikfrüchte, Fischstände mit allem, was der Atlantik hergibt. Die Seilbahn hinauf nach Monte kostet 15 Euro und bietet einen Blick, der Funchal in seiner gesamten Steilheit zeigt. Vom Monte zurück nach Funchal fahren die berühmten Korb-Rodelbahnen, gelenkt von zwei Männern in weißen Anzügen. Touristisch? Ja. Trotzdem gut? Absolut.
Levada-Wanderungen: Die Levadas sind Bewässerungskanäle aus dem 16. Jahrhundert, die quer durch die Berge führen. Entlang dieser schmalen Wasserwege laufen Wanderwege durch Tunnel, über Klippen und durch Nebelwälder. Zwei Levadas besonders empfehlenswert:
PR1 Caldeirão Verde: 13 Kilometer durch den Urwald, mit vier Tunneln, endet an einem Wasserfall in einem Kessel. Mittelschwer.
PR6 Encumeada: Querung des Gebirges von Norden nach Süden, spektakuläre Höhenwanderwege. Anspruchsvoll.
Alle offiziellen Wanderwege findest du auf Visit Madeira, der offiziellen Tourismus-Website der Insel.
Pico do Arieiro: Der dritthöchste Gipfel Madeiras, 1.818 Meter. Eine Straße führt fast bis auf den Gipfel. Bei klarem Wetter schaust du auf ein Wolkenmeer. Von Pico do Arieiro nach Pico Ruivo (höchster Gipfel) gibt es einen Höhenwanderweg mit atemberaubenden Ausblicken. Früh morgens fahren, um den Wolken zuvorzukommen.
Porto Moniz: Der Norden der Insel, wo Lavafelder auf das Meer treffen. Natürliche Schwimmbecken direkt in die Felsen gemeißelt, mit Meerwasser gefüllt. Einer der schönsten Badeplätze Europas, kostenlos und mit Umkleiden.
Lorbeerwald (Laurisilva): UNESCO-Weltnaturerbe. Der Lorbeerwald bedeckt 20 Prozent der Insel und ist ein Überbleibsel der Vegetation, die vor der Eiszeit ganz Südeuropa bedeckte. Der Nebel, der dort oft hängt, macht die Atmosphäre filmreif.
Wann ist die beste Reisezeit für Madeira?
Immer. Das ist das ehrliche Wort. Madeira hat keinen schlechten Monat.
Frühling (März bis Mai): Üppigste Blüte, überall Blumen. Ostern ist Hochsaison wegen des Blumenfestes in Funchal. Wärmer als der Winter, noch nicht Sommerhitze.
Sommer (Juni bis August): Süden der Insel sehr warm und sonnig. Norden und Gebirge kühler und neblig. Höchste Preise.
Herbst (September/Oktober): Sehr angenehm, Wasser noch warm (Meerestemperaturen über 22 Grad), weniger Touristen als im Sommer.
Winter (November bis Februar): Ruhig, günstig, aber mehr Regen besonders im Norden. Funchal hat auch im Winter 18 Grad und Sonne, besonders im Süden.
Wie komme ich nach Madeira?
Viele europäische Flughäfen bieten direkte Verbindungen nach Funchal. Ryanair, easyJet und TAP fliegen die Strecke. Von Frankfurt sind es ca. 3,5 Stunden, von London 3 Stunden. Preise: 100-300 Euro Hin-Rückflug aus Deutschland, früh buchen lohnt sich.
Der Flughafen von Funchal ist für seine schwierige Lage bekannt: die Landebahn liegt auf einer Klippe über dem Meer, mit Bergen dahinter. Als Passagier eindrucksvoll, als Pilot anspruchsvoll.
Was kostet Madeira?
Madeira ist günstiger als das portugiesische Festland und deutlich günstiger als die Kanaren oder Mallorca.
Unterkunft: 60-100 Euro pro Nacht für ein gutes Doppelzimmer. Fünf-Sterne-Hotels in Funchal für 180-300 Euro.
Levada-Wanderungen: kostenlos, außer geführte Touren (40-60 Euro pro Person).
Essen: Restaurant-Menü für 10-15 Euro. Madeirensischer Wein (Poncha, Nikita) und frischer Thunfisch sind Pflicht.
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Häufige Fragen
Braucht man für Madeira ein Visum?
Nein. Madeira ist portugiesisches Gebiet und damit EU. EU-Bürger brauchen nur ihren Personalausweis. Für Nicht-EU-Bürger gelten dieselben Einreiseregeln wie für Portugal.
Kann man auf Madeira Baden?
Madeira hat kaum Sandstrände. Das Meer ist meist felsig. Aber: Natürliche Felsenbecken in Porto Moniz, Seixal und anderen Orten bieten sicheres Baden im Atlantik. Außerdem haben viele Hotels Pools.
Welche Wanderungen auf Madeira sind die schönsten?
PR1 Caldeirão Verde (Levada-Wanderung durch den Urwald), PR6 Encumeada (Gebirgstransversale), PR1.2 Pico Ruivo (Höhenwanderweg) und die Wanderung vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo für fortgeschrittene Wanderer.
Wie lange brauche ich für Madeira?
5-7 Tage für die Hauptsehenswürdigkeiten. Mit Wanderfokus können es gerne 10-14 Tage werden. Die Insel ist klein genug, um alles von Funchal aus zu erkunden. Mietwagen empfohlen.
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