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Reiseziele

Lavendelfelder Provence: Wo, Wann und Wie du sie erlebst

12. Juni 2026 · 7 min Lesezeit

Jedes Jahr zwischen Ende Juni und Mitte August verwandelt sich ein Teil der Provence in ein Meer aus Violett. Lavendelfelder so weit das Auge reicht, ein Duft, der sich in den Kleidern festsetzt, und Fotos, die du definitiv gesehen hast. Aber wie erlebt man das Ganze wirklich, ohne einfach in die nachste Touristenfalle zu tappen?

Dieser Guide zeigt dir die drei wichtigsten Lavendel-Regionen der Provence. Wo die Felder am dichtesten sind, wann genau du dort sein solltest, und wie du die Anreise organisierst. Konkret, kein Werbejargon.

Wo wachst der schonste Lavendel in der Provence?

Plateau de Valensole (Alpes-de-Haute-Provence): Das Valensole-Plateau ist das grosste Lavendelfeld Europas. Rund 14.000 Hektar Lavendel und Lavandin (eine etwas spatere, intensivere Hybride) pragen die Landschaft. Der kleine Ort Valensole ist der Hauptanlaufpunkt. Tipp: Fahre fruh morgens (vor 8 Uhr) und halte dich vom Hauptparkplatz fern. Die besten Bilder entstehen 1-2 km ausserhalb des Ortes, wo die Felder ans Feld grenzen. Grosse ohne Zaune erlauben dir, zwischen die Reihen zu gehen. Das gehoort dazu. Der Tourismusverband Provence Tourisme veroffentlicht jahrlich das aktuelle Bluetefenster.

Sault (Vaucluse): Sault liegt auf 775 Metern Hohe und ist das Lavendel-Mekka fur Kenner. Das Dorf selbst ist bildhubesch, die Felder ringsum sind weniger uberlaufen als Valensole und die hohergelegenen Felder bluhen 1-2 Wochen spater. Das verschafft dir etwas Puffer, wenn du die Hauptsaison verpasst hast. Im Dorf gibt es mehrere Destillerien, die du besuchen kannst: Bleu Provence bietet kostenlose Fuhrungen an, inklusive Schnupperprobe am Ende. Ab 15 Euro kaufst du dir ein hochwertiges Lavendel-Ol mit nach Hause.

Abbaye de Senanque (nahe Gordes): Die Zisterzienser-Abtei Senanque ist wahrscheinlich das meistfotografierte Motiv der gesamten Provence. Das Kloster mit den violetten Feldern davor und dem Stein-Glockenturm dahinter ist das klassische Postkartenbild. Der beste Fotowinkel: auf dem Hugel uber der Abtei (kurzer Aufstieg vom Parkplatz). Besuch des Klosters moglich (5-10 Euro Eintritt), offnungszeiten variieren. Wichtig: Die Felder gehoren zum Kloster und werden von Monchen bewirtschaftet. Zaunuberklettern ist nicht erlaubt und wird auch bewacht.

Plateau de Albion und Ferrassieres: Zwei weniger bekannte Alternativen. Das Albion-Plateau liegt zwischen Sault und Apt und ist kaum touristisch erschlossen. Ferrassieres (nahe Banon) ist ein Geheimtipp fur alle, die grossflachige Felder ohne Menschenmassen suchen.

Wann bluht der Lavendel in der Provence?

Das ist die entscheidende Frage, und die Antwort ist nicht trivial. Das Bluetefenster variiert je nach Jahr, Hohe und Lavendel-Typ:

Faustregel: Wer das Maximum will, sollte Anfang bis Mitte Juli in der Provence sein. Dann ist sowohl echter Lavendel als auch Lavandin in Blute. Das Tourismusbureau Sault veroffentlicht jahrlich eine Blooming-Prognose.

Achtung Hitze: Juli und August in der Provence bedeuten oft 35-40 Grad. Fruhmorgendliche Besuche (vor 9 Uhr) sind praktisch, nicht nur fotografisch.

Wie kommt man in die Provence-Lavendelregion?

Der einfachste Zugangspunkt ist Marseille oder Aix-en-Provence:

Mit dem Flugzeug: Marseille-Provence (MRS) ist der nachste Flughafen. Von dort sind es ca. 90 Minuten mit dem Auto nach Valensole und 2 Stunden nach Sault. Direktverbindungen ab den meisten europaischen Stadten.

Mit dem Zug: TGV nach Marseille oder Avignon, dann Mietwagen. Ohne eigenes Auto ist die Lavendelregion nur schwer erschliessbar. Offentliche Verkehrsmittel sind selten und unzuverlassig in den kleinen Dorfern. Eine Ausnahme: von Apt gibt es saisonale Busverbindungen Richtung Sault.

Mit dem Mietwagen: Die empfohlene Option. Von Marseille aus gibt es alle grossen Verleiher. Tipps zur Buchung und versteckten Kosten findest du im Mietwagen-Ratgeber. Eine alternative Reiseroute ab Marseille: erst Abbaye de Senanque, dann Sault, dann Valensole. Das gibt dir eine Steigerung von pittoresk nach grandios.

Organisierte Touren: Von Aix-en-Provence und Avignon aus bieten mehrere Anbieter Tagestouren zu den Lavendelfeldern an (ca. 60-90 Euro pro Person). Praktisch fur Nicht-Fahrer, aber die Zeiten sind festgelegt und die Gruppen gross.

Wie fotografierst du die Lavendelfelder richtig?

Lavendel-Fotos klingen einfach. Sind sie aber nicht, weil die Farbe oft als Pink oder Grau im Bild landet statt als sattes Violett.


Speichere die Auswahl im Zercy Logbook, damit du beim Buchen alle Optionen zur Hand hast.

Haufige Fragen

Wann bluhen die Lavendelfelder in der Provence?

Das Hauptfenster liegt zwischen Mitte Juni und Mitte August. Echter Lavendel bluht fruher (Mitte Juni bis Mitte Juli), Lavandin spater (Juli bis Mitte August). Die Ernte beginnt ab Mitte Juli. Wer das volle Bluetebild erleben will, sollte Anfang bis Mitte Juli reisen.

Wo findet man die bekanntesten Lavendelfelder der Provence?

Das Plateau de Valensole ist das grosste und bekannteste Lavendelgebiet Europas. Sault bietet spater bluhende Felder in hugeligen Hochlagen. Die Abbaye de Senanque nahe Gordes ist das ikonischste Einzelmotiv, aber die Felder dort sind kleiner.

Wie reist man am besten in die Lavendelregion der Provence?

Ein Mietwagen ist die praktischste Option. Vom Flughafen Marseille (MRS) aus sind Valensole und Sault in 90-120 Minuten erreichbar. Offentliche Verkehrsmittel sind in der Region eingeschrankt. Von Aix-en-Provence gibt es auch organisierte Tagestouren.

Was kostet ein Besuch bei den Lavendelfeldern?

Die Felder selbst sind kostenlos zugangig (Plateau de Valensole, Sault). Die Abbaye de Senanque erhebt Eintritt (ca. 5-10 Euro). Destillerien wie Bleu Provence in Sault bieten gratis Fuhrungen an. Das grosste Budget geht fur Unterkunft und Mietwagen drauf, besonders im Juli.


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