Route 66: Der ultimative USA Roadtrip Guide 2026
3.940 Kilometer. Chicago bis Santa Monica. Acht Bundesstaaten, zwei Zeitzonen, eine Ikone. Die Route 66 ist nicht irgendein Roadtrip. Sie ist das Original. Gebaut in den 1920er Jahren, berühmt durch Steinbecks Grapes of Wrath, verewigt in hundert Songs. Heute lebt sie noch. Nicht als Schnellstraße, sondern als Abenteuer.
Wer einmal auf der Route 66 gefahren ist, versteht warum sie nie aufgehört hat, Menschen zu faszinieren.
Wie lange dauert die Route 66 mindestens?
Zehn Tage sind das absolute Minimum. 14 bis 16 Tage ist realistisch, wenn du wirklich etwas siehst. Wer es in 10 Tagen schafft, fährt durch. Wer 3 Wochen hat, erlebt Amerika.
Die Strecke verläuft durch acht Bundesstaaten:
Illinois: Chicago als Startpunkt, historisches Route-66-Straßenschild an der Adams Street. Wenige Stunden Fahrt durch Cornfields bis zur Staatsgrenze.
Missouri: St. Louis mit dem Gateway Arch. Historische Kleinstädte wie Rolla und Joplin. Gute Motels zu günstigen Preisen.
Oklahoma: Tulsa, Oklahoma City. Der Red Country-Abschnitt. Die berühmteste Tankstelle der Route 66 in Arcadia.
Texas: Nur 183 Kilometer, aber unvergesslich. Amarillo und die Cadillac Ranch liegen direkt nebeneinander.
New Mexico: Albuquerque, Santa Fe als Abstecher, das türkisfarbene Land. Pueblo-Architektur, Chili-Küche, Wüstenrot.
Arizona: Das spektakulärste Stück. Painted Desert, Petrified Forest, Wigwam Motel in Holbrook, Historic Route 66 durch Williams und Flagstaff.
Kalifornien: Mojave-Wüste, Barstow, San Bernardino, Los Angeles. Und dann: der Santa Monica Pier. Ende.
Welche Highlights solltest du auf keinen Fall verpassen?
Die Route hat Dutzende ikonischer Orte. Aber einige stechen heraus.
Cadillac Ranch (Texas): Zehn halb vergrabene Cadillacs im Feld, kopfüber in den Boden gesteckt. Mitten in der Prärie. Spraydosen mitbringen ist Tradition. Kein Eintritt, 24 Stunden offen.
Grand Canyon (Arizona): Kein offizieller Route-66-Stopp, aber Williams liegt genau auf der Route. Von dort: 80 Kilometer bis zum South Rim. Kein Roadtripper lässt das aus. Eintritt pro Fahrzeug: 35 USD, gültig 7 Tage. Tickets vorab buchen via nps.gov.
Petrified Forest National Park (Arizona): Versteinertes Holz, 200 Millionen Jahre alt, über eine ganze Landschaft verstreut. Eintritt 25 USD. Direkt an der alten Route 66.
Wigwam Motel (Arizona, Holbrook): Übernachten in einem Zementteepee. Kitschig. Ikonisch. Immer ausgebucht. Frühzeitig reservieren.
Santa Monica Pier (Kalifornien): Das Ende. Das offizielle Route-66-Endschild hängt am Pier. Hier steigt man aus dem Auto und geht an den Strand. Besser kann ein Roadtrip nicht enden.
Wer den Roadtrip plant, findet im Roadtrip Etappenplanung Guide konkrete Tipps zur Tageskilometer-Planung und Pausen-Logik.
Wann ist die beste Reisezeit für die Route 66?
April bis Oktober ist das Fenster. Aber nicht jeder Monat ist gleich.
April und Mai: Ideal. Temperaturen angenehm, Wüste noch nicht überhitzt. Weniger Touristen als im Sommer. Blüte im Southwest.
Juni und Juli: Heiß. Sehr heiß. Texas und Arizona können 40 Grad oder mehr erreichen. Wer im Sommer fährt: früh morgens starten, mittags Pause, abends weiterfahren. Klimaanlage im Auto Pflicht.
August: Monsun-Saison in New Mexico und Arizona. Dramatische Gewitter. Schöne Fotos. Aber auch Überschwemmungen auf einzelnen Straßenabschnitten.
September und Oktober: Zweites Fenster. Temperaturen sinken. Herbstlicht in der Wüste ist außergewöhnlich. Weniger Verkehr als im Sommer.
November bis März: Möglich, aber Winter in Oklahoma und Texas kann kalt werden. Im Norden und höheren Lagen sogar Schnee.
Was kostet der Route-66-Roadtrip?
Budget ist variabel, aber hier sind realistische Zahlen für zwei Personen, 14 Tage:
Mietwagen: 600-1.200 USD (Standard Automatic, Vollkasko). Frühbuchen spart. Konsolidatoren wie Autoslash oder Rentalcars.com vergleichen Preise über mehrere Anbieter. Mehr dazu im Mietwagen Guide.
Kraftstoff: 300-500 USD bei einem sparsamen Fahrzeug. USA-Preise schwanken stark nach Region. Oklahoma und Texas sind billiger als Kalifornien.
Übernachtung: Budget-Motels 50-90 USD, mittlere Motels 80-150 USD, Historic Motels (Wigwam etc.) 100-180 USD. Campgrounds an der Route: 15-35 USD pro Nacht. Mix aus Motel und Camping spart deutlich.
Essen: Diners und Truck Stops entlang der Route sind günstig. Burger, Biscuits, BBQ. 20-40 USD pro Person und Tag ist realistisch.
Eintrittsgelder: Grand Canyon 35 USD pro Fahrzeug, Petrified Forest 25 USD, kleinere Stopps oft kostenlos.
Gesamt für 2 Personen, 14 Tage: 2.500-4.500 USD je nach Komfort.
Ein Amerika-Trip-Kombipaket mit günstigem Hinflug nach Chicago und Rückflug von LA reduziert die Gesamtkosten oft erheblich.
Was für ein Fahrzeug ist das Richtige?
Kein Sportwagen. Kein kleiner Stadtflitzer. Der Route-66-Roadtrip braucht:
Automatic-Getriebe: Standard in den USA. Halb die Strecke ist Landstraße, da entspannt sich ein Automatic enorm.
Gute Klimaanlage: Nicht verhandelbar in Texas und Arizona. Kühlbox fürs Auto kaufen oder mieten.
Kofferraum: Koffer, Kühlbox, Campingausrüstung wenn geplant. Midsize SUV oder ein Pickup ist die klassische Wahl.
Lokale Mietwagen-Angebote: One-Way-Miete von Chicago nach LA ist oft teurer. Rundum-Miete in Chicago und Rückflug von LA ist meistens günstiger.
Ein wichtiger Hinweis zu versteckten Kosten: Mietwagen-versteckte-Kosten erklärt, welche Zusatzoptionen sich wirklich lohnen (Vollkasko ja, Zusatz-GPS nein, Handy-Halterung günstiger kaufen).
Wer den Texas-Abschnitt verlängern und Austin als eigenen Stopp einplanen will: Die Stadt liegt knapp südlich der Route-66-Strecke und lässt sich gut als Abstecher kombinieren. Musik, BBQ, South Congress und ein lebendiges Ausgehviertel. Wo du dort am besten übernachtest, zeigt der Austin Hotelguide.
Sag Zercy, von wo du nach Chicago fliegen möchtest, wann du losfahren willst und wie viel Zeit du hast. Du bekommst Flugoptionen für Chicago plus einen Überblick über Mietwagen-Typen für den Roadtrip. Speichere die Planung im Zercy Logbook, damit du alle Teile des Trips an einem Ort hast.
Häufige Fragen
Wie weit ist die Route 66 insgesamt?
Die originale Route 66 war 3.940 Kilometer lang, von Chicago, Illinois bis Santa Monica, Kalifornien. Heute existiert sie nicht mehr als durchgehend ausgeschilderte Route. Aber fast alle Abschnitte der alten Route sind noch befahrbar als US- oder State-Highways. Eine vollständige Karte gibt es auf der Website des Historic Route 66 Verbands.
Welche Abschnitte der Route 66 sind noch original erhalten?
Der am besten erhaltene Abschnitt läuft durch Arizona und New Mexico. Von Williams bis Seligman in Arizona ist der längste ununterbrochene Originalabschnitt noch vollständig befahrbar. Oklahoma hat ebenfalls viele erhaltene Teile. Illinois (außerhalb von Chicago) ist weitgehend durch den Interstate Highway ersetzt.
Wie viele Stunden sollte man pro Tag fahren?
Maximal 4 bis 5 Stunden Fahrzeit pro Tag ist sinnvoll, wenn du wirklich etwas sehen willst. Das entspricht 300 bis 400 Kilometern. Mehr ist möglich, aber dann verpasst du die Stopps, für die die Route berühmt ist. Früh starten, Mittagspause in einem Diner, nachmittags weiterfahren.
Welche App ist am besten für die Route 66?
Die Route 66 App (offiziell von EZ Route 66) zeigt alle historischen Stopps, Sehenswürdigkeiten, Tankstellen und Motels offline. Alternativ: Historic Route 66 Navigation. Google Maps kennt die Route nicht als Ganzes, ist aber gut für einzelne Etappen-Navigation.
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