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Schottland Highlands Road Trip 2026: North Coast 500 und die besten Stopps

9. Mai 2026 · 7 min Lesezeit

Die schottischen Highlands gehören zu den dramatischsten Landschaften Europas. Kahle Bergkuppen, dunkle Seen, verfallene Burgen und Küstenabschnitte, die aussehen, als hätte sie jemand aus einem Roman ausgeschnitten. Und das alles ist mit dem Auto zugänglich. Kein teures Flugzeug, keine überfüllten Touristenpfade, kein Massentourismus.

Der Schlüssel ist die Route. Wer einfach losfährt, verpasst die besten Orte oder steckt in Schottlands einzigen Stauecken fest. Dieser Guide zeigt dir, wie du den Trip planst, wann du fährst und was du nicht verpassen solltest.

Was ist die North Coast 500 und lohnt sie sich wirklich?

Die North Coast 500 ist eine Rundroute durch den Norden Schottlands, knapp 800 Kilometer. Startpunkt ist Inverness. Von dort geht es entweder im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn entlang der Nordküste, vorbei an abgelegenen Dörfern, weißen Sandstränden und dramatischen Felsklippen.

VisitScotland beschreibt die NC500 als eine der schönsten Küstenrouten der Welt, und das ist keine Übertreibung. Der Vorteil ist die Infrastruktur: Es gibt ausreichend Tankstellen, Pubs und B&Bs entlang der Route. Der Nachteil ist die wachsende Beliebtheit. Im Juli und August ist die Route voll. Wer Ruhe will, fährt im Mai, Juni oder September.

Empfehlung: Plane mindestens fünf Tage für die NC500 ein, sieben sind besser. Wer weniger Zeit hat, ist besser beraten, einzelne Abschnitte zu wählen als alles zu hetzen.

Welche Stopps auf dem Highlands Road Trip sind unverzichtbar?

Eilean Donan Castle ist das meistfotografierte Schloss Schottlands, und der Anblick erklärt warum. Es liegt auf einer kleinen Insel am Zusammenfluss dreier Seen, in der Nähe von Kyle of Lochalsh. Der Eintritt kostet rund 14 Pfund, Öffnungszeiten saisonal.

Isle of Skye ist kein Stopp, sondern ein Ziel. Die Insel ist über eine kurze Brücke erreichbar und bietet mit dem Old Man of Storr, der Fairy Glen und den Quiraing Felsen Landschaften, die in Europa einmalig sind. Plan zwei Nächte ein, mindestens. Unterkunft auf Skye früh buchen, sie ist im Sommer Monate im Voraus vergriffen.

Glencoe ist einer der emotionalsten Orte in Schottland. Das Tal liegt auf dem Weg von Glasgow in die Highlands und hat eine düstere Geschichte. Das Glencoe-Massaker von 1692 spürt man hier noch in der Stimmung des Ortes. Die umliegenden Wanderwege sind ausgezeichnet, auch ohne Hochgebirgs-Ausrüstung erreichbar.

Loch Ness liegt zwischen Inverness und Fort Augustus und ist berühmt für das, was vermutlich nicht darin lebt. Der See ist trotzdem eindrucksvoll: dunkel, tief und von bewaldeten Hügeln umgeben. Urquhart Castle direkt am Ufer ist einen Besuch wert.

Wie fährt man als Europäer mit Linksverkehr sicher in Schottland?

Linksverkehr klingt einschüchternder als er ist. Die meisten Europäer gewöhnen sich nach einer Stunde Fahrt daran. Ein paar Dinge helfen:

Starte auf ruhigen Straßen. Fahre nicht sofort nach der Ankunft am Flughafen durch Edinburgh-Innenverkehr. Nimm dir Zeit auf kleinen Landstraßen, bevor du auf den Motorway gehst.

Die größte Falle sind Kreisverkehre. In Schottland fährt du rechts am Kreisverkehr herum, was für kontinentaleuropäische Fahrer unintuitiv ist. Beschilderungen helfen, aber langsam herantasten ist wichtig.

Auf den Single-Track Roads der Highlands gibt es ausgewiesene Ausweichstellen. Wenn Gegenverkehr kommt, fährst du an die nächste Stelle und wartest. Das ist der Standard, kein Einlenken nötig.

Lies vor der Fahrt unseren Mietwagen-Check durch, der erklärt, welche Versicherungen du brauchst und was du beim Mietvertrag beachten solltest, gerade in Großbritannien nach dem Brexit.

Wann ist die beste Reisezeit für die schottischen Highlands?

Mai bis September ist Reisezeit. Außerhalb davon werden viele Campingplätze und kleinere Unterkünfte geschlossen, und die Tage sind kurz.

Mai und Juni: Wenige Touristen, gutes Licht, die Highlands oft in sattem Grün. Der einzige Nachteil: Midges. Das sind kleine Stechmücken, die vor allem in der Abenddämmerung aktiv sind. Insektenschutz ist Pflicht.

Juli und August: Warmste Monate, längste Tage, aber auch die meisten Touristen. Unterkunft Monate im Voraus buchen.

September: Viele Schottland-Kenner nennen September den perfekten Monat. Weniger Besucher als im August, Heidekraut in voller Blüte, oft goldenes Licht.

Wer ein Geheimtipp-Erlebnis sucht, schaut sich auch unser Geheimtipps-Europa-Guide an.

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Häufige Fragen

Wie lange braucht man für die North Coast 500?

Mindestens fünf Tage, besser sieben bis zehn. Wer die Route wirklich genießen will, ohne jeden Tag stundenlang zu fahren, plant eine Woche ein. Kürzere Touren sind möglich, wenn man einzelne Abschnitte wählt statt die komplette Runde.

Was kostet ein Road Trip durch die schottischen Highlands?

Grob gerechnet: Mietwagen ab 40 bis 60 Euro pro Tag, Unterkunft in B&Bs oder Guesthouses 60 bis 120 Pfund pro Nacht, Essen in Pubs 15 bis 30 Pfund pro Hauptgericht. Wer mit Campervan reist, spart bei der Unterkunft erheblich. Insgesamt sind sieben Tage Highlands Road Trip für zwei Personen ab etwa 1.200 Euro realistisch.

Wo übernachtet man am besten auf dem Highlands Road Trip?

B&Bs und Guesthouses sind die typische Unterkunft. Sie sind oft charmant, frühstücksinklusive und persönlicher als Hotels. Auf der NC500 gibt es außerdem Glamping-Optionen und Campingplätze mit guten Einrichtungen. Buchung im Sommer: je früher, desto besser. Empfehlungen für Edinburgh als Basis findest du in unserem Artikel Wo übernachten in Edinburgh.

Wie viel kostet der Eintritt bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten?

Eilean Donan Castle: rund 14 Pfund. Urquhart Castle (Loch Ness): rund 12 Pfund. Isle of Skye und Glencoe sind kostenlos zugänglich, die Wanderungen kosten nichts. Viele historische Stätten in Schottland werden von Historic Environment Scotland betreut, ein Jahrespass lohnt sich bei mehreren Besuchen.


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