Südkorea 2 Wochen: Die perfekte Route für Erstbesucher
Südkorea überrascht. Wer mit vagen Vorstellungen von K-Pop und Kimchi anreist, findet ein Land, das zwischen ultramoderner Metropole und tiefem historischem Bewusstsein pendelt. Tempel neben Wolkenkratzern. Jahrtausende alte Keramik im Neonlicht. Eine Küche, die in der Welt endlich die Anerkennung bekommt, die sie verdient. Zwei Wochen reichen nicht für alles. Aber sie reichen für die wichtigsten Kapitel.
Diese Route führt dich durch Seoul, Busan, Gyeongju und Jejudo. Du bekommst Großstadt, Küste, Geschichte und Natur. Kein Thema wird nur angerissen, du siehst Südkorea wirklich.
Wie viele Tage brauchst du für Seoul?
Seoul braucht mindestens fünf Tage. Die Stadt hat 10 Millionen Einwohner und ist dabei erschreckend gut navigierbar. Das U-Bahn-System ist umfangreich, pünktlich und auf Englisch ausgeschildert. Die T-money Card kaufst du am Flughafen oder in einem der unzähligen 7-Eleven-Filialen. Sie funktioniert für Metro, Bus und sogar Taxis.
Myeongdong ist der Konsumtempel. Streetfood-Stände, K-Beauty-Shops, Menschenmassen. Es ist überwältigend und macht genau deshalb Spaß. Direkt daneben liegt Bukchon Hanok Village, ein erhaltenes Viertel traditioneller Holzhäuser. Zwischen sechs und neun Uhr morgens ist es noch ruhig.
Der Nordstern der Stadt ist Bukhansan, ein Nationalpark mitten in der Metropole. Wanderer brauchen für den Gipfel drei bis vier Stunden. Wer weniger Zeit hat, läuft zur Fortress Wall und hat Panorama ohne die Anstrengung.
Den Abschluss macht der DMZ-Tagesausflug. Die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea liegt nur 60 Kilometer von Seoul entfernt. Organisierte Touren fahren täglich ab. Es ist kein touristisches Erlebnis im üblichen Sinn, es ist ein Stück Geschichte.
Wann ist die beste Reisezeit für Südkorea?
April und Mai sind die beste Wahl. Die Kirschblüte verwandelt Parks, Alleen und Tempelgärten in etwas, das nach übertriebener Postkarte aussieht, aber echt ist. Die Temperaturen liegen zwischen 12 und 22 Grad. Angenehm für Tagestouren, angenehm für Abendessen im Freien.
September und Oktober sind die zweite gute Option. Herbstfarben statt Kirschblüte, aber dieselbe gemäßigte Temperatur. Die Monsun-Saison (Juli, August) bringt Hitze und Regen. Nicht unmöglich, aber anstrengend. Winter (Dezember bis Februar) ist kalt, aber für Skifahren in Pyeongchang attraktiv.
Das Koreanische Tourismusbüro bietet aktuelle Eventkalender und regionale Festivals nach Saison.
Was ist das Pflichtprogramm außerhalb von Seoul?
Busan ist der Gegenpol zu Seoul. Küstenstadt, Hafenstimmung, weniger Hochglanz, mehr Textur. Der Gamcheon Culture Village klebt an einem Hang über dem Hafen. Pastellfarbene Treppenhäuser, Wandmalereien, enge Gassen. Haeundae ist der bekannteste Strand des Landes. Im Sommer überfüllt, im Frühling fast leer. Das Japanische Konsulat-Viertel Nampo-dong ist die beste Gegend für Street Food am Abend. Welcher Stadtteil in Busan am besten zu deiner Reise passt, erklärt unser Busan Hotelguide.
Gyeongju liegt zwischen Seoul und Busan, perfekt für einen Zwischenstopp. Die Stadt war 1000 Jahre lang Hauptstadt des Silla-Königreichs. Das Resultat: königliche Grabhügel mitten in Stadtvierteln, der Bulguksa-Tempel (UNESCO-Weltkulturerbe), und das Freilichtmuseum Anapji. Gyeongju braucht einen Tag, ideal zwei.
Jejudo, die Vulkaninsel im Süden, erreichst du mit Inlandsflug (40 Minuten ab Seoul, Cebu Pacific und Air Seoul fliegen günstig). Hallasan, der höchste Berg Südkoreas, ist das Herzstück. Der Pfad zum Gipfel öffnet nicht immer, je nach Wetterlage. Die Lavaröhren Manjanggul sind geöffnet und begehbar.
Wie teuer ist Südkorea im Vergleich zu Japan?
Günstiger. Deutlich. Das ist die überraschendste Information für Reisende, die Japan und Korea auf denselben Budget-Level setzen.
Hostels beginnen ab 15 Euro pro Nacht in Seoul. Ein komfortables Gästehaus liegt bei 40 bis 70 Euro. Ein ordentliches Hottelzimmer im Zentrum bei 80 bis 120 Euro. Essen auf der Straße kostet zwei bis vier Euro. Ein Restaurantabendessen mit Bier zwischen acht und fünfzehn Euro. Die Metro fährt fast überall für weniger als zwei Euro.
Gesamtbudget für zwei Wochen, inklusive Inlandsflug nach Jejudo, ohne Internationale Flüge: Rund 1.200 bis 1.800 Euro bei mittlerem Komfort. Wer spart, kommt mit 900 durch.
Das K-Visum brauchst du als EU-Reisender nicht. Einreise visumfrei für bis zu 90 Tage.
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Häufige Fragen
Was braucht man für die Einreise nach Südkorea?
EU-Bürger reisen visumfrei für bis zu 90 Tage ein. Es wird kein separates Visum beantragt. Ein gültiger Reisepass reicht. Ab Januar 2024 ist ein K-ETA (Korean Electronic Travel Authorization) für viele Nationalitäten wieder erforderlich. Aktuelle Informationen gibt es direkt beim Konsulat oder Visit Korea.
Welche Zahlungsmittel funktionieren in Südkorea am besten?
Kreditkarten werden fast überall akzeptiert. Visa und Mastercard funktionieren zuverlässig. Für Märkte, Straßenfood und kleinere Restaurants empfiehlt sich Bargeld in koreanischen Won (KRW). Die T-money Card für den Nahverkehr lässt sich an Geldautomaten und in Convenience Stores aufladen.
Wie kommt man von Seoul nach Busan am schnellsten?
Der KTX-Hochgeschwindigkeitszug verbindet Seoul (Suseo oder Seoul Station) mit Busan in zwei Stunden und zwanzig Minuten. Tickets buchst du online über die Korail-Website. Preise ab etwa 40 Euro einfach. Der Zug ist pünktlich, komfortabel und die empfohlene Option gegenüber Bus oder Flug.
Was sollte man in Südkorea unbedingt gegessen haben?
Korean BBQ (Samgyeopsal, Galbi) ist Pflicht. Dazu Bibimbap, Sundubu-Jjigae (Tofu-Eintopf) und Tteokbokki vom Straßenstand. In Busan: frischer Fisch auf dem Jagalchi-Markt. Auf Jejudo: schwarzes Schweinefleisch (Heuksandwaegi), eine lokale Spezialität, die auf dem Rest der Halbinsel selten zu finden ist.
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