Geheimtipps

Färöer-Inseln: Wilde Schönheit ohne Massentourismus

28. April 2026 · 7 min Lesezeit

Stell dir Island vor, aber kleiner, grüner und ohne Touristen. 18 vulkanische Inseln im Nordatlantik, dazwischen 1.100 Kilometer Küste, dazu Wasserfälle die direkt ins Meer stürzen. Willkommen auf den Färöer-Inseln.

50.000 Einwohner, doppelt so viele Schafe. Bis vor 5 Jahren ein echter Geheimtipp. Auch heute noch eines der am wenigsten touristischen Reiseziele Europas.

Was macht die Färöer wirklich besonders?

Drei Dinge unterscheiden die Färöer von Island und anderen nordischen Reisezielen.

Die Dichte. Auf 1.400 Quadratkilometern (etwa Mallorca-Größe) hast du 18 Inseln, alle erreichbar mit Tunneln, Brücken oder Fähren. Du wechselst alle 30 Minuten die Landschaft.

Die Tunnel. Das Tunnelnetz ist legendär. Subsea-Tunnel mit Kreisverkehren unter dem Meeresboden. Klingt absurd, ist aber Alltag. Der Eysturoy-Tunnel hat den ersten Unterwasser-Kreisverkehr der Welt.

Die Wetterzauberei. Ein Tag auf den Färöern hat oft alle vier Jahreszeiten. Sonne, Sturm, Regen, Nebel, manchmal in einer Stunde. Was klingt wie ein Nachteil ist genau das Drama, das die Inseln so besonders macht.

Welche Inseln solltest du besuchen?

Sechs Stationen, die das Beste der Färöer abdecken.

Tórshavn (Streymoy). Die Hauptstadt. Kleinste Hauptstadt der Welt mit 22.000 Einwohnern. Bunte Holzhäuser, alter Hafen, gemütliche Cafés. Ideal als Basis für 5-7 Nächte.

Vágar. Insel mit dem Flughafen. Hier sind zwei der berühmtesten Färöer-Spots: der Wasserfall Múlafossur, der direkt ins Meer stürzt, und der See Sørvágsvatn, der über dem Meer zu schweben scheint (optische Täuschung).

Streymoy. Hauptinsel mit Tórshavn. Saksun ist ein Dorf in einer Lagune, eine der meist-fotografierten Stellen Europas. Tjørnuvík hat einen schwarzen Sandstrand mit Blick auf zwei Felsnadeln.

Eysturoy. Verbunden mit Streymoy durch Brücke und Tunnel. Gjógv ist ein Dorf in einer natürlichen Hafenkluft, Stand 2026 noch frei von Touristen. Slættaratindur ist mit 882 Metern der höchste Berg.

Kalsoy. Kleine schmale Insel im Norden. Vom Leuchtturm Kallur hast du eine der spektakulärsten Aussichten der Welt. Achtung: 6 Kilometer Wanderung, kein Geländer, bei Wind gefährlich.

Mykines. Westlichste Insel, nur per Fähre oder Hubschrauber erreichbar. Hier nisten zehntausende Papageientaucher. Wer sie sehen will, muss zwischen Mai und August kommen.

Das offizielle Tourismusbüro Visit Faroe Islands hat alle Updates zu Fähren, Wettersystemen und Wandergenehmigungen.

Wann ist die beste Reisezeit?

Mai bis August ist die Hochsaison. Lange Tage (im Juni bis 22 Uhr hell), Papageientaucher auf Mykines, alle Fähren in Betrieb, vergleichsweise mildes Wetter (10-15 Grad).

September ist der Geheimtipp. Weniger Touristen, oft noch gutes Wetter, Polarlicht-Saison beginnt. Wenn du Glück hast, siehst du Aurora plus Wasserfälle.

Winter (Oktober bis April) ist hart. Sturm-Wahrscheinlichkeit hoch, viele Wandertouren geschlossen, Fähren unzuverlässig. Aber: günstigste Preise und absolute Stille. Nur für erfahrene Reisende.

Wie viel kostet eine Reise wirklich?

Färöer sind nicht billig, aber günstiger als Island.

Flug. Atlantic Airways fliegt von Kopenhagen, Hamburg, Edinburgh und Reykjavík direkt. Hin und zurück: 250-450 Euro je nach Saison.

Mietwagen. Pflicht für Mobilität. Etwa 60-80 Euro pro Tag. In der Hochsaison Monate vorher buchen. Lies dazu unsere Mietwagen-Checkliste. Auf den Färöern brauchst du Vollkasko ohne Selbstbeteiligung.

Übernachtung. Hotels in Tórshavn: 100-200 Euro pro Nacht. Guesthouses 60-100 Euro. Airbnb verfügbar, aber wenig Auswahl.

Essen. Restaurants etwa wie in Skandinavien: Hauptgang 25-40 Euro. Supermärkte teurer als in Deutschland. Eine Woche Färöer kostet pro Person etwa 1.500-2.200 Euro inklusive Flug.

Falls du dich für ähnliche Inseln-Reiseziele interessierst, lies unseren Island-Reiseguide. Plus: Wenn du eher Sonne suchst, gefällt dir vielleicht die Albanien-Riviera besser.


Wenn du die Färöer planst, hilft Zercy beim Vergleich der Atlantic-Airways-Routen mit Verbindungen über Kopenhagen oder Hamburg. Plus Wettervorhersagen, weil dein Reiseplan dort buchstäblich vom Tageswetter abhängt.

Häufige Fragen

Was kostet eine Woche Färöer-Inseln?

Mit Mietwagen, Mittelklasse-Hotels und gutem Essen: 1.500 bis 2.200 Euro pro Person inklusive Flug. Etwa wie Norwegen oder Schottland, deutlich günstiger als Island.

Wann sieht man Papageientaucher?

Zwischen Mai und Mitte August. Beste Insel: Mykines, mit Tagesausflug per Fähre erreichbar. Achtung: Fähren werden bei schlechtem Wetter gestrichen, Plan B einbauen.

Welche Inseln sind die Highlights?

Vágar (Wasserfall Múlafossur, See Sørvágsvatn), Streymoy (Saksun, Hauptstadt Tórshavn), Kalsoy (Leuchtturm-Wanderung), Mykines (Papageientaucher). Mindestens 5-7 Tage einplanen.

Wie kommt man am besten auf die Färöer?

Direktflug mit Atlantic Airways aus Kopenhagen, Hamburg, Edinburgh, Reykjavík oder Paris. Im Sommer auch saisonale Verbindungen aus Mailand und Barcelona. Fähre aus Dänemark dauert 36 Stunden.


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